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Weitere Nachrichten : Chinas Außenhandel bleibt schwach

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Der hinter Hello Fresh stehende Start-up-Entwickler Rocket Internet hatte Ende Oktober bekanntgegeben, nach dem Modeversand Zalando den nächsten Kandidaten an die Börse schicken zu wollen. Der Schritt sei aber "vorbehaltlich des Marktumfelds" geplant, hatte es damals bereits geheißen. Zuletzt hatten wiederholt Unternehmen ihren Börsengang abgesagt oder hatten sich mit geringeren Einnahmen begnügt. (dpa-AFX)

Schwacher Yen und amerikanische Arbeitsmarktdaten treiben Nikkei

Die Aktienbörsen in Tokio haben am Montag zugelegt. Händler machten dafür einen schwächeren Kurs der Landeswährung Yen zum Dollar und die unerwartet starken amerikanischen Arbeitsmarktdaten vom Freitag verantwortlich, die auf eine Zinsanhebung im Dezember hindeuten.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte lag im Verlauf 1,75 Prozent höher bei 19.600 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,6 Prozent auf 1588 Stellen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab indes 1,1 Prozent noch.

Der Leitindex der Börse Shanghai und der Index der 300 wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen zogen um je 1,5 Prozent an. Händler sagten, dazu habe auch die Entscheidung der chinesischen Finanzmarktaufseher beigetragen, nach den heftigen Kursturbulenzen im Sommer nun wieder Börsengänge zuzulassen. Die am Sonntag veröffentlichen Daten zu den chinesischen Ein- und Ausfuhren für Oktober waren indes enttäuschend ausgefallen.

Unter den Einzelwerten in Tokio verloren Aktien von Toshiba 6,5 Prozent. Der von einem Bilanz-Skandal erschütterte Elektronik-Konzern hatte am Samstag mitgeteilt, im abgelaufenen Quartal einen Betriebsverlust von umgerechnet rund 600 Millionen Euro erlitten zu haben.

Der Yen notierte zum Dollar mit 123,35 Yen, der Euro bei 1,0765 Dollar. Der Schweizer Franken lag zum Euro bei 1,0809 und zum Dollar mit 1,0041. (Reuters)

Minen-Konzern BHP überprüft nach Dammbruch in Brasilien Prognose

Der weltgrößte Minenkonzern BHP Billiton prüft nach dem verheerenden Dammbruch in Brasilien, ob er seine Prognosen für den Eisenerz-Bereich kappen muss. Am Donnerstag war aus noch ungeklärter Ursache der Damm eines Abwasser-Beckens einer Erzgrube im Bundesstaat Minas Gerais gebrochen. Mindestens zwei Menschen kamen in der Folge ums Leben, 28 werden noch vermisst. Hunderte wurden obdachlos. Schlamm- und Wassermassen waren noch 100 Kilometer vom der Unglücksstelle entfernt angeschwemmt worden. Die australisch-britische BHP betreibt die Mine gemeinsam mit der brasilianischen Vale über das Unternehmen Samarco. Deren Produktion trug im vergangenen Jahr mit 14,5 Millionen Tonnen zur Eisenerz-Gesamtproduktion von BHP bei. Für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Juni) hatte sich BHP eine Eisenerz-Gesamtproduktion von 247 Millionen Tonnen zum Ziel gesetzt. Seit dem Dammbruch ist die Förderung dort ausgesetzt und nach Angaben von Samarco ist unklar, wann sie wieder anläuft. BHP hat erklärt, zunächst müssten jetzt die noch Vermissten gefunden und die Geschädigten in der Region unterstützt werden.

Analysten zufolge gehen davon aus, dass das Unglück deutliche finanzielle Belastungen für BHP zur Folge haben wird. Obwohl die Hintergründe des Dammbruchs noch offen sind, wird in Brasilien zudem bereits über schärfere Auflagen für die Minenkonzerne diskutiert. Die Branche steht für einen Großteil der brasilianischen Export-Einnahmen. (Reuters)

Amerikanische Verbraucherkredite steigen deutlich stärker als erwartet

In den Vereinigten Staaten ist das Volumen der Verbraucherkredite im September deutlich stärker als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat habe die Kreditvergabe um 28,9 Milliarden amerikanischen Dollar zugelegt, teilte die amerikanischen Notenbank am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit plus 18,0 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat war das Kreditvolumen um revidierte 16,04 (zunächst 16,02) Milliarden Dollar gestiegen. (dpa-AFX)

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