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Medienschau : VW und Porsche melden Rekordabsatz

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Bei Eon in Norddeutschland haben Warnstreiks begonnen, Solarworld und MAN führen Kurzarbeit ein und Cromme steht vor der Thyssen Krupp-Hauptversammlung weiter unter Druck.

          11 Min.

          Unternehmensnachrichten

          VW und Porsche melden Rekordabsatz

          Volkswagen will nach den Worten von Konzernchef Martin Winterkorn seinen Absatz nach einem Rekordjahr 2012 in diesem Jahr weiter steigern. „VW steckt nicht zurück, wir bleiben auf der Überholspur“, sagte Winterkorn am Sonntag vor Journalisten vor Beginn der Detroiter Autoshow. Der Wolfsburger Konzern gab zugleich bekannt, im vergangenen Jahr einen Rekordabsatz erzielt zu haben. Auch Porsche meldete einen Rekordverkauf. Danach hat vor allem die Nachfrage in den Vereinigten Staaten und China VW zu einem neuen Verkaufsrekord von 9,07 Millionen Fahrzeugen verholfen. Dies entspricht einem Absatzplus von 11,2 Prozent. Im Dezember sei der Absatz um 20,7 Prozent auf 784.300 Autos gestiegen, teilte das Unternehmen in Detroit weiter mit.

          In Europa musste das Wolfsburger Unternehmen der Finanzkrise allerdings Tribut zollen: Die Auslieferungen im westeuropäischen Kernmarkt ohne Deutschland fielen im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 1,85 Millionen Autos. „Die gegenwärtigen Unsicherheiten werden sich besonders in Europa auch in diesem Jahr verstärken“, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. Auch der Wettbewerb werde sich verschärfen. VW äußerte zudem die Erwartung, im laufenden Jahr die Auslieferungen von VW- und Porsche-Modellen in den Vereinigten Staaten auf „deutlich mehr“ als 600.000 Fahrzeuge steigern zu können. (Reuters)

          Warnstreiks bei Eon in Norddeutschland gestartet

          In Betrieben des Energieversorgers Eon in Norddeutschland haben Warnstreiks begonnen. Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE hatten dort sowie an Standorten in Nordrhein-Westfalen und Bayern zu Aktionen aufgerufen, um ihren Forderungen nach mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen. Die IG BCE erwartete mehr als 7000 Teilnehmer.

          Die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten im Konzern werden an diesem Dienstag in Hannover fortgesetzt. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung von 6,5 Prozent. Das Unternehmen hat nach ihren Angaben zuletzt 1,1 Prozent mehr Geld angeboten. (dpa)

          Kurzarbeit bei Solarworld in Freiberg

          Beim Solarhersteller Solarworld kommt auf hunderte Beschäftigte am sächsischen Standort Freiberg Kurzarbeit zu. Die Chemnitzer Zeitung „Freie Presse“ berichtete am Samstag, betroffen seien rund 350 Mitarbeiter der Wafer- und Solarzellenfertigung. Die Arbeitsagentur habe den Antrag genehmigt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Geschäftsführer der Freiberger Solarworld-Tochter Deutsche Solar, Mario Behrend. Auch der MDR berichtete am Sonntag über die anstehende Kurzarbeit.

          Von diesem Montag an soll den Berichten zufolge die Kurzarbeit zunächst bis zum 30. April dauern. Insgesamt beschäftige das Unternehmen in Freiberg rund 1330 Mitarbeiter sowie 60 Leiharbeiter. Erst Mitte des vergangenen Jahres hatte Solarworld 250 Stellen gestrichen. Als Grund für die Kurzarbeit nannte das Unternehmen laut Zeitungsbericht das Wintertief und die damit verbundene Baupause. Am Standort Freiberg soll aber festgehalten werden. Dumpingpreise der Konkurrenz aus China und die Kürzungen bei der Solarförderung machen der deutschen Solarwirtschaft zunehmend zu schaffen und haben dem Branchenprimus bereits 2012 ein deutliches Minus beschert. (dpa-AFX)

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