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Medienschau : Telekom übertrifft Erwartungen

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

EADS und Euroshop erhöhen die Prognosen, Fielmann, Lanxess und Brenntag steigern den Gewinn. RWE und United Internet bestätigen die Prognosen, Siemens zeigt sich vorsichtig, Freenet und Cisco optimistisch. K+S senkt die Prognose, Fraport bleibt unter den Erwartungen und die Gewinne von Celesio und dem Credit Agricole brechen ein. Auch Rational verdient weniger. Sky Deutschland bleibt tief in der Verlustzone. Chinas Handelsbilanzüberschuss fällt deutlich niedriger als erwartet aus und Japans Maschinenbauaufträge ebenso.

          Unternehmensnachrichten

          Telekom dank starkem Heimatmarkt und Sparkurs über Erwartungen

          Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal dank des starken Heimatmarktes die Erwartungen übertroffen. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte es den Umsatz in Deutschland noch steigern. Er macht jetzt mehr als die Hälfte des fortgeführten Konzernumsatzes aus. Dieser ging insgesamt allerdings von 11,5 auf 11,0 Milliarden Euro zurück.

          Die Bonner setzten ihre Kosteneinsparungen fort und konnten den Rückgang des operativen Gewinns trotz des Konjunkturabschwungs in mehreren Märkten begrenzen. Vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sonderposten (Ebitda) sank der Gewinn von 4,0 auf 3,89 Milliarden Euro. Zudem bekräftige die Telekom den Jahresausblick. Sie peilt einen Barmittelzufluss von mehr als 6,5 Milliarden Euro an bei einem bereinigten Ebitda von 14,9 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Siemens zeigt sich für neues Geschäftsjahr vorsichtig

          Der Münchener Technologiekonzern Siemens zeigt sich nach einem kräftigen Gewinnanstieg in seinem abgelaufenen Geschäftsjahr vorsichtig für die absehbare Zukunft. Der Umsatz werde moderat wachsen, der Gewinn des fortgeführten Geschäfts werde auf vergleichbarer Basis etwa auf dem Niveau des Vorjahres von sechs Milliarden Euro liegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

          Im vergangenen Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende September) legte der Nettogewinn des Technologieriesen um gut die Hälfte auf 6,3 Milliarden Euro zu. Der Umsatz des fortgeführten Geschäfts kletterte um sieben Prozent auf 73,5 Milliarden Euro. Im Schlussquartal erreichte der Gewinn 1,23 Milliarden Euro nach einem Verlust im Vorjahr. Damit blieb Siemens unter den Analystenerwartungen. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 20,35 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging hingegen um zwei Prozent zurück. Zudem schrieb Siemens 231 Millionen Euro auf sein Solargeschäft ab. (Reuters)

          RWE bestätigt Prognose für 2011

          Der Energiekonzern RWE hat nach einem Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres seine Prognose für 2011 bestätigt. Es bleibe bei dem nach der Atomwende gesenkten Ausblick, teilte der zweitgrößte deutsche Versorger am Donnerstag mit. Danach werde der operative Gewinn (Ebitda) um etwa 20 Prozent fallen und das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis um 35 Prozent zurückgehen. Von Januar bis Ende September schrumpfte das Ebitda um 21,1 Prozent auf 6,244 Milliarden Euro. Die Erlöse gingen um knapp ein Prozent auf 38,167 Milliarden Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 38,807 Milliarden Euro gerechnet und einem Ebitda von 6,232 Milliarden Euro. (Reuters)

          K+S senkt Prognose 2011 leicht

          Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat trotz eines robusten dritten Quartals seine Prognose für das laufende Jahr leicht gesenkt. Der Umsatz dürfte 2011 auf 5,0 bis 5,25 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,63 Milliarden) klettern. Bisher waren 5,0 bis 5,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden. Auch beim operativen Gewinn gibt sich K+S-Chef Norbert Steiner nun etwas pessimistischer, rechnet aber weiter mit einem kräftigen Anstieg. Das operative Ergebnis (Ebit I) dürfte zwischen 0,95 und 1,00 (vormals 0,95 und 1,05) Milliarden Euro liegen (Vorjahr 714,5 Millionen). Nach dem zweiten Quartal hatte der Konzern die Prognosen konkretisiert.

          Im dritten Quartal sorgten höhere Kalipreise und eine starke Nachfrage für einen Schub. Der Umsatz legte um 17,3 Prozent auf 1,174 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn (Ebit I) kletterte noch deutlicher um 69,1 Prozent auf 198,5 Millionen Euro. Der bereinigte Gewinn lag bei 121,8 (Vorjahr: 40,4) Millionen Euro. Im Vorquartal hatten Wertberichtigungen im Zuge des Compo-Verkaufs noch stark belastet. Im fortzuführenden Geschäft ergab sich ein Plus von 171 Prozent auf 131,9 Millionen Euro. Mit diesen Werten übertraf der Konzern die Erwartungen der befragten Experten. (dpa-AFX)

          EADS erhöht nach gutem Drittquartal Prognose für 2011

          Dank eines gut verlaufenen Drittquartals erhöht der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS seinen Jahresausblick für Aufträge, Umsatz, bereinigtes Ebit und Free Cash Flow. Es werde nun mit 1.500 Bruttobestellungen gerechnet. Bisher waren rund 1.00 Orders geplant.

          Dank der besser als erwartet ausgefallenen Ergebnisse im Zivilgeschäft rechnet EADS im Vergleich zu 2010 nun im laufenden Jahr mit einem Anstieg des Ebit vor Einmaleffekten auf rund 1,45 Milliarden Euro. Bisher war das Vorjahresniveau von 1,3 Milliarden Euro
          angepeilt. Der Konzern geht davon aus, dass der Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten mit rund 0,9 Euro das Vorjahresniveau von 0,86 Euro übersteigen wird. Auch hier war bisher nur ein Wert über Vorjahr in Aussicht gestellt worden.

          Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen seinen Nettogewinn auf 312 (13) Millionen Euro. Der Umsatz fiel jedoch vor allem aufgrund geringer Flugzeugauslieferungen um 4 Prozent auf 10,751 Milliarden Euro. Das Ebit sank um 15 Prozent auf 322 Millionen Euro. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Konsens noch weitaus schlechtere Ergebnisse erwartet. (Dow Jones)

          United Internet bestätigt Umsatz- und Gewinnprognose 2011

          Der Internetdienstleister United Internet hat seine Umsatz- und Gewinnprognose nach deutlichen Steigerungen in den ersten neun Monaten bestätigt. Für 2011 sei weiterhin mit einem Umsatz von 2,05 Milliarden Euro zu rechnen. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll bei etwa 350 Millionen Euro liegen. Der Gewinn je Aktie (EPS) wird mit etwa 80 Cent erwartet. In den ersten neun Monaten legte der Umsatz um 9,1 Prozent auf 1,537 Milliarden Euro zu. Das Ebitda kletterte um 5,6 Prozent auf 285,9 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Fraport bleibt unter den Erwartungen

          Die Fraport AG ist im dritten Quartal weiter gewachsen. Umsatz und operatives Ergebnis blieben allerdings unter den Markterwartungen. Die Umsätze legten auf 665,4 Millionen von 621,5 Millionen Euro zu. Der Konzerngewinn stieg auf 120,4 (109,6) Millionen Euro, wie aus dem Zwischenbericht auf der Webseite am Donnerstag hervorgeht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen erreichte 287,9 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt aber mit einem Ebit von 291 Millionen Euro und Einahmen von 673 Millionen Euro gerechnet.

          Für 2011 zeigte sich Fraport zuversichtlich, ein Ebitda-Wachstum am oberen Ende der Prognosespanne von 10 Prozent bis 15 Prozent zu erzielen. Das Konzern-Ebit werde entsprechend deutliche steigern, aber unter 500 Millionen Euro liegen. Unterm Strich werde der Flughafenbetreiber „geringfügig“ weniger verdienen als 2010. (Dow Jones)

          Celesio-Gewinn bricht ein

          Der Pharmagroßhändler Celesio hat in den ersten neun Monaten durch die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen wie erwartet Federn lassen müssen. Das Nettoergebnis brach auf knapp 30 Millionen Euro nach 193 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereinigt um Abschreibungen sank der Nettogewinn um knapp 34 Prozent auf 147 Millionen Euro. Der Umsatz nahm um 1,1 Prozent auf knapp 17,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen leidet erheblich unter den Ausgabenkürzungen im europäischen Gesundheitswesen, insbesondere im wichtigen Markt Großbritannien. Die Schuldenkrise einer ganzen Reihe von Euro-Ländern wie Portugal, Irland oder Italien sorgen zudem für tiefe Einschnitte in deren Gesundheitswesen und damit für schlechte Geschäfte bei Celesio. (Dow Jones)

          Fielmann mit Umsatz- und Gewinnplus

          Die Ausweitung des Filialnetzes und der vermehrte Verkauf von margenstarken Gleitsichtbrillen haben bei der Optikerkette Fielmann im dritten Quartal Umsatz und Gewinn einen Schub gegeben. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum.

          Die Einnahmen im Quartal verbesserten sich um 4,5 Prozent auf 272,1 Millionen Euro, der Nettogewinn um 5,8 Prozent auf 37 (35) Millionen Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit etwas besseren Ergebnissen gerechnet. Beim Umsatz waren sie von einem Anstieg von 5,3 Prozent, beim Nettogewinn von einem Plus von 7,2 Prozent ausgegangen.

          Fielmann zeigte sich zuversichtlich, seine Marktposition auch künftig auszubauen. Für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand seine Prognose, wonach Absatz, Umsatz und Gewinn über dem Vorjahr liegen sollen. (Dow Jones)

          Lanxess erzielt Gewinnsprung im Quartal

          Der Chemiekonzern Lanxess hat im abgelaufenen Quartal einen unerwartet deutlichen Gewinnschub erzielt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei vor Sondereinflüssen im dritten Quartal binnen Jahresfrist um 27 Prozent auf 311 Millionen Euro gestiegen, teilte das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 290 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 154 Millionen Euro - ein Plus von 31 Prozent. Lanxess setzte im Zeitraum Juli bis September 2,3 Milliarden Euro um und damit 26 Prozent mehr als vor einem Jahr. (Reuters)

          Rational verdient weniger

          Die Einführung eines neuen Kombidämpfers hat den Großküchengeräte-Hersteller Rational im dritten Quartal belastet. Der Anlauf der Produktion des neuen Geräts habe den Umsatz nicht so schnell steigen lassen wie den Auftragseingang, teilte das Unternehmen aus Landsberg am Lech am Donnerstag mit. Die Erlöse legten im dritten Quartal um sieben Prozent auf 92,4 Millionen Euro zu. Rational produziert Geräte unter anderem zum Kochen, Braten und Dampfgaren für Großküchen.

          Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um 10 Prozent auf 23,2 Millionen Euro zurück. Ursächlich dafür waren nach Angaben von Rational höhere Aufwendungen für Vertrieb- und Marketing im Zusammenhang mit der Geräteeinführung. Unter dem Strich verdiente Rational mit 17,7 Millionen Euro 9 Prozent weniger. Analysten hatten im Schnitt etwas bessere Zahlen erwartet. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte Unternehmenschef Günter Blaschke. Danach soll der Umsatz von Rational um 10 Prozent steigen. (dpa-AFX)
           

          Brenntag steigert Gewinn

          Die Brenntag AG hat im dritten Quartal weiter gute Geschäfte gemacht. Der Nettogewinn stieg um mehr als 50 Prozent auf knapp 67 Millionen Euro, wie der Chemiedistributeur am Donnerstag mitteilte. Das operative Ergebnis Ebitda legte dagegen lediglich um 3,9 Prozent auf 167 Millionen Euro zu - negative Wechselkurseffekte dämpften das Wachstum. Währungsbereinigt lag das Plus bei 8,6 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten sich hier etwas mehr erhofft.

          Die Prognose bekräftigte der Konzern: So strebt Brenntag ein Ebitda von 650 Millionen bis 670 Millionen Euro an, nach 603 Millionen Euro im Vorjahr. (Dow Jones)

          Euroshop erhöht Gewinnprognose

          Der Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop hebt die Gewinnprognose an. Durch die guten Geschäfte würden die Belastungen durch ein Steuerrechtsurteil im laufenden Jahr mehr als wettgemacht. Der Konzern rechnet nun mit einem Umsatz in einer Spanne zwischen 188 und 190 Millionen Euro. Bisher war der Vorstand von bis zu 188 Millionen ausgegangen. Der
          Betriebsgewinn soll auf bis zu 163 Millionen Euro klettern, hier hatte Euroshop bislang mit höchstens 161 Millionen gerechnet. (Reuters)

          Freenet nach drittem Quartal optimistischer für Gesamtjahr

          Der Mobilfunkspezialist Freenet hat aufgrund der Geschäftsentwicklung im dritten Quartal seine Erwartungen für das Gesamtjahr abermals angehoben. Der Konzern erwarte nun ein um Einmaleffekte bereinigtes Ebitda von 355 Millionen Euro und einen freien Barmittelzufluss von über 230 Millionen Euro, teilte Unternehmen mit. Zuvor war Freenet von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 350 Millionen Euro ausgegangen, der Barmittelzufluss sollte bei über 220 Millionen Euro liegen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete der Mobilfunkanbieter einen Umsatz von 2,38 Milliarden Euro, ein Minus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich steigerte Freenet das Ergebnis um 6,6 Prozent auf 77,8 Millionen Euro. Das Ebitda lag bei 263,9 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Cisco trotz rückläufiger Gewinne optimistisch

          Der Netzausrüster Cisco Systems hat in seinem ersten Geschäftsquartal abermals einen Gewinnrückgang verzeichnet. Steigende Umsätze und ein positiver Ausblick für die folgenden drei Monate deuten jedoch darauf hin, dass die Restrukturierung langsam Früchte trägt. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel gut 4 Prozent zu.

          Für das laufende zweite Quartal prognostizierte Cisco am Mittwochabend ein Umsatzwachstum von 7 Prozent bis 8 Prozent und einen Gewinn vor Sonderposten von 0,42 bi 0,44 Dollar je Aktie und lag damit über den Erwartungen der Analysten.

          Der Nettogewinn sank um 7,9 Prozent auf 1,78 Milliarden Dollar oder 0,33 Dollar je Aktie. Auf bereinigter Basis belief sich das Ergebnis je Anteilsschein auf 0,43 Dollar und lag damit um 2 bis 5 Cent über der Konzernprognose. Der Umsatz legte um 4,9 Prozent auf 11,26 Milliarden Dollar zu und wuchs somit schneller als erwartet. Auch die Bruttomarge fiel mit 62,4 Prozent besser aus als der Konzern aus San Jose in Aussicht gestellt hatte. Die Aufträge legten um 13 Prozent zu, dabei kam das Wachstum aus allen Regionen. (Dow Jones)

          Credit Agricole wegen Griechenland-Abschreibungen mit Gewinneinbruch

          Der Gewinn der drittgrößten französischen Bank Credit Agricole ist im dritten Quartal wegen neuerlicher Griechenland-Abschreibungen überraschend stark eingebrochen. Der Überschuss sank um fast zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 258 Millionen Euro. Damit verfehlte es die Erwartungen von Analysten deutlich. Die Bank verbuchte Wertberichtigungen von netto 637 Millionen Euro auf ihre griechischen Staatsanleihen. Sie stehen nun nur noch mit 40 Prozent vom Nominalwert in den Büchern. Bereits im zweiten Quartal hatte Credit Agricole auf die von ihr gehaltenen Griechenland-Papiere und die dortige Tochter Emporiki netto 640 Millionen Euro abgeschrieben. (dpa-AFX)

          Allianzen beflügeln Geschäfte von Evotec

          Steigende Einnahmen aus Allianzen mit Pharmakonzernen schieben die Geschäfte des Hamburger Biotechunternehmens Evotec an. Der Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten sprang auf 9,5 Millionen Euro von einer Millionen im Vorjahreszeitraum 2010, wie Evotec am Donnerstag mitteilte. Dabei sorgte eine Abschlagszahlung des Schweizer Pharmariesen Roche von 6,9 Millionen Euro im dritten Quartal für kräftige Unterstützung. Die Umsätze kletterten im Zeitraum Januar bis September um 54 Prozent auf 59,7 Millionen Euro. (Reuters)

          Sky Deutschland bleibt tief in der Verlustzone

          Sky Deutschland schreibt weiter tiefrote Zahlen. Der Bezahlsender schaffte wie erwartet auch im dritten Quartal nicht den Sprung in die Gewinnzone, wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Allerdings konnte das Sorgenkind im Medienimperium von Rupert Murdoch seine Verluste abermals deutlich eindämmen und bei den wichtigen Abonnenten-Zahlen kräftig zulegen.

          Unter dem Strich steht zwischen Juli und September ein Minus von knapp 47 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr der Verlust noch gut 89 Millionen betrug. Der Umsatz legte hingegen um 17 Prozent auf 284,5 Millionen Euro zu. Auch den Umsatz pro Kunde konnte Sky von 29,45 auf 30,94 Euro steigern. Bei der Zahl der Kunden fiel der Zuwachs besonders kräftig aus. Im dritten Quartal kamen netto 98.000 neue Abos hinzu. Vor einem Jahr hatte das Plus noch 45.000 betragen. (dpa-AFX)

          Gesco hebt Prognosen an

          Die auf Werkzeug- und Maschinenbauer spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Gesco hat ihre Gewinn- und Umsatzziele erhöht. Das Unternehmen erwartet nach Angaben vom Mittwochabend für das im April begonnene Geschäftsjahr 2011/12 nun einen Konzernumsatz von rund 400 Millionen Euro (bislang 390 Millionen) und einen Überschuss nach Anteilen Dritter von rund 21 Millionen Euro (bislang 19 Millionen). Die Gesco-Gruppe habe im ersten Geschäftshalbjahr (per Ende September) ein starkes Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz sowie einen deutlich überproportionalen Anstieg der Ergebniskennzahlen verzeichnet, teilte Gesco mit. Auch die Geschäftstätigkeit im dritten Quartal sei auf einem hohen Niveau verlaufen und habe mit einem Auftragsbestand auf Rekordhöhe geschlossen. (Reuters)

          Air France KLM steuert auf Verlustjahr zu

          Die Fluggesellschaft Air France-KLM steuert nach einem enttäuschenden Quartal auf einen Verlust im aktuellen Geschäftsjahr zu. Als Reaktion auf die schlechte Geschäftsentwicklung kündigte das französisch-niederländische Unternehmen am Mittwoch eine Restrukturierung seiner Mittel- und Kurzstreckenflüge an. Die nach dem Umsatz größte Airline Europas meldete für das Quartal von Juli bis September einen operativen Gewinn von 397 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 14 Millionen Euro. Analysten waren laut einer Reuters-Umfrage von 480 Millionen Euro operativen Gewinn und einem Überschuss von 280 Millionen ausgegangen. Air France-KLM, die zurzeit von einem Geschäftsjahr von April bis Mai auf das Kalenderjahr umstellt, erhöhte den Quartalsumsatz um 2,1 Prozent auf 6,79 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 6,99 Milliarden Euro gerechnet. (Reuters)

          Unicredit-Kapitalerhöhung könnte verschoben werden

          Wegen der jüngsten Turbulenzen um die Staatsschuldenkrise im Euroraum muss die Unicredit ihre geplante Kapitalerhöhung womöglich verschieben. Angesichts der gegenwärtigen Volatilität an den Börsen sei es der italienischen Bank nur sehr schwer möglich, die Kapitalmärkte anzuzapfen, sagten am Mittwochabend mit der Situation vertraute Personen.

          Das Volumen der Maßnahme könne sich auf bis zu 7 Milliarden Euro belaufen, Analysten erwarten eine Größenordnung von 4 bis 7 Milliarden Euro, abhängig davon, ob die italienische Notenbank grünes Licht gibt, im Jahr 2008 begebene Wandelanleihen im Wert von 3 Milliarden Euro in den Kapitalpuffer einzurechnen. (Dow Jones)

          Goldman sieht sich Milliardenklagen aus Hypothekengeschäften gegenüber

          Die Großbank Goldman Sachs sieht sich wegen umstrittener Hypothekengeschäfte während der Finanzkrise mit Rechtstreitigkeiten in Milliardenhöhe konfrontiert. Goldman steht nach eigenen Angaben vom Mittwoch vor Klagen im Zusammenhang mit hypothekarisch besicherten Wertpapieren in Wert von 15,8 Milliarden Dollar. Das ist verglichen mit der vor drei Monaten genannten Summe von 485 Millionen Dollar ein Anstieg um das 30fache. Goldman könnte nach eigenen Prognosen einen möglichen Fehlbetrag von 2,6 Milliarden Dollar im Zuge der Klagen verbuchen. Ein Großteil des Anstiegs gehe auf eine Klage der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) im September zurück, teilte die Bank weiter mit. Sie wirft Goldman und 16 weiteren Instituten vor, bei dem Verkauf von mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren falsche Angaben gemacht zu haben. (Reuters)

          Baywa kauft neuseeländischen Obsthändler

          Der Agrar- und Baustoffhändler Baywa setzt seine Einkaufstour fort und übernimmt den Marktführer im neuseeländischen Obstgeschäft. Nach Angaben vom Mittwochabend will Baywa 63 Prozent der Firma Turner & Growers (T&G) erwerben. Der Kaufpreis werde abhängig von der Annahmequote der T&G-Aktionäre zwischen 137 Millionen neuseeländischen Dollar (79 Millionen Euro) und 216 Millionen neuseeländischen Dollar (125 Millionen Euro) betragen. (Reuters)

          Wirtschaftsnachrichten

          Chinas Handelsbilanzüberschuss deutlich niedriger als erwartet

          Chinas Handelsbilanzüberschuss ist im Oktober aufgrund überraschend hoher Einfuhren deutlich niedriger als erwartet gewesen. Wie die Zollbehörde am Donnerstag mitteilte, wies die Handelsbilanz einen Überschuss von 17,03 Milliarden Yüan auf, während die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte ein Plus von 25,98 Milliarden Yüan prognostiziert hatten. Im September hatte der Überschuss bei 14,51 Milliarden Yüan gelegen. Die Jahreswachstumsrate der Exporte nahm im Oktober auf 15,9 Prozent (Vormonat: 17,1 Prozent) ab, erwartet worden war ein Plus von 15,3 Prozent. Die Importe wuchsen mit einer Jahresrate von 28,7 Prozent (20,9 Prozent) und damit deutlich stärker als prognostiziert (plus 21,2 Prozent). (Dow Jones)

          Japans Maschinenbauaufträge niedriger als erwartet

          Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im September deutlicher als erwartet zurückgegangen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung am Donnerstag mitteilt, sanken sie in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 8,2 Prozent. Analysten hatten im Mittel mit einem Minus von 7,1 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge um 9,8 Prozent höher. (Dow Jones)

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