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Medienschau : Peinliche Bilanz-Panne bei Google

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Nachdem der Internetkonzern Google seine Geschäftszahlen zu zeitig veröffentlicht hat, stürzte die Aktie ab und wurde vom Handel ausgesetzt. Auch andere Technologiekonzerne hatten keinen guten Tag: Microsoft schwächelt und AMD muss stellen abbauen. Außerdem sagt Moddy`s harte Zeiten für die deutschen Banken voraus.

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          Unternehmensnachrichten

          Google veröffentlicht Bilanz zu früh: Aktie stürzt ab

          Dieser Patzer hat Milliarden an Börsenwert vernichtet: Google hat seine Geschäftszahlen zum dritten Quartal am Donnerstag noch während des laufenden Börsenhandels in New York veröffentlicht. Zuerst herrschte Verwirrung, dann drückten die Händler auf den Verkaufsknopf. Denn massiv gestiegene Kosten - unter anderem durch die Übernahme des Handyherstellers Motorola - ließen den Gewinn schmelzen. Erschwerend hinzu kam, dass Google weniger Geld pro Klick von seinen Werbekunden einnehmen konnte.

          Die Aktie sauste um 9 Prozent in die Tiefe, bis der Handel schließlich gestoppt wurde. Google äußerte sich zunächst nicht, warum die Zahlen etwa vier Stunden zu früh in einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurden. Üblich ist, dass sie nach dem Ende des regulären Handels an der Technologiebörse Nasdaq in New York um 22 Uhr deutscher Zeit mitgeteilt werden, damit jeder Anleger die Zeit hat, sich in das Zahlenwerk zu vertiefen.

          Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar. 2,6 Milliarden Dollar rührten dabei alleine von der Einbeziehung Motorolas her. Der Gewinn büßte dagegen um 20 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar ein. Auch hier wirkte sich Motorola aus, vor allem durch hohe Entwicklungskosten für neue Smartphones mit Googles Betriebssystem Android.

          Microsoft schwächelt vor dem Start von Windows 8

          Wenige Tage vor dem Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows 8 muss Hersteller Microsoft einen Rückschlag hinnehmen. Weil das aktuelle Windows 7 sich nur noch schwer verkauft und der gesamte PC-Markt schwächelt, ging der Konzernumsatz im ersten Geschäftsquartal (Juli bis September) um 8 Prozent zurück auf 16,0 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte um 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Redmond mitteilte.

          Analysten hatten bereits damit gerechnet, dass viele Kunden auf das neue Windows 8 warten oder gleich ganz auf die Neuanschaffung eines PCs zugunsten mobiler Geräte wie Tablet-Computer oder Smartphones verzichten. Doch mit einem derart starken Rückgang beim Umsatz hatten die Experten nicht gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um 2 Prozent.

          Chiphersteller AMD baut weltweit mehr als 1600 Stellen ab

          Der Chiphersteller AMD baut weltweit mehr als 1600 Stellen ab. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag bei der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen an, das Personal werde um 15 Prozent reduziert. Im jüngsten Geschäftsbericht war von 11.100 Beschäftigten Ende 2011 die Rede. AMD ist nach Intel international der zweitgrößte Produzent von Computerchips.

          Die Reduzierung des Personals soll bereits bis zum Jahresende weitgehend abgeschlossen sein. Die Kosten sollen damit im vierten Quartal um rund 20 Millionen Dollar sinken. Für das dritte Quartal verzeichnete AMD einen Verlust von 157 Millionen Dollar.

          Spektakulärer Milliarden-Deal: Rosneft soll Öl-Marktführer werden

          Der Ölmarkt steht vor einem spektakulären Milliarden-Deal: Mit Rückendeckung von Präsident Wladimir Putin will der russische Staatskonzern Rosneft den größten börsennotierten Ölförderer der Welt schmieden. Dazu will der vom Kreml kontrollierte Konzern die Anteile des britischen Energieriesen BP an dem russisch-britischen Joint Venture TNK-BP übernehmen. BP soll bis zu 20 Milliarden Dollar plus zusätzlich zwischen 10 und 20 Prozent der Anteile an Rosneft bekommen, wie die „Financial Times“ am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe berichtet hatte. Die BP-Spitze wolle an diesem Freitag darüber beraten.

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