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Medienschau : Operatives Ergebnis von Merck gesunken

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

SAP und Krones steigern den Gewinn, Saint-Gobain setzt mehr um als erwartet. Die Gewinne von Air Berlin und Amazon gehen deutlich zurück, Celesio senkt die Prognose. Eon will bei EDP einsteigen, First Solar feuert den Konzernchef. Lenovo bietet den Medion-Aktionären eine Abfindung unter dem Börsenkurs. Der IWF will die Haushaltspolitik Italiens stärker kontrollieren, Brasilien lehnt einen Kauf von Eurozonen-Anleihen ab, die schwächere Weltkonjunktur macht sich in Chinas Industrie und Lateinamerika bemerkbar

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          Unternehmensnachrichten

          Operatives Ergebnis von Merck gesunken

          Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat wegen schwächerer Geschäfte mit Flüssigkristallen und Pigmenten sowie gestiegenen Forschungsausgaben operativ weniger verdient. Das operative Ergebnis sei im dritten Quartal um 8,3 Prozent auf 333,3 Millionen Euro gesunken, teilte Merck am Mittwoch in Darmstadt mit. Analysten hatten im Schnitt mit 316 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 226,6 Millionen Euro, 7,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Konzernumsatz nahm um 3,8 Prozent auf 2,532 Milliarden Euro zu.

          Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern wie bisher ein operatives Ergebnis von rund einer Milliarde Euro. Im Jahr 2010 hatte Merck noch ein operatives Ergebnis von 1,11 Milliarden Euro erwirtschaftet. Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen dagegen nun mit zehn bis 10,2 Milliarden Euro. Bislang waren zehn bis 10,4 Milliarden Euro erwartet worden. (Reuters)

          SAP steigert Nettogewinn

          Der Softwarehersteller SAP hat aufgrund starker Kundennachfrage und einer außerordentlichen Zuschreibung den Nettogewinn im dritten Quartal um 150 Prozent gesteigert. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, verdiente er unter dem Strich 1,25 Milliarden Euro, wovon 454 Millionen Euro aus einer teilweise aufgelösten Rückstellung für eine Strafzahlung an Oracle stammen.

          SAP hatte bereits am 14. Oktober erste Eckdaten zum abgelaufenen Quartal bekannt gegeben, die die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertrafen und eine positive Marktreaktion hervorriefen. So stiegen die Softwareerlöse, die für die Zukunft stabile Wartungsumsätze generieren und deshalb von Analysten stark beachtet werden, um 28 Prozent auf 841 Millionen Euro. Die erst im Sommer erhöhte Gesamtjahresprognose hat die Walldorfer Softwareschmiede wie schon vor zwölf Tagen bestätigt. (Dow Jones)

          Celesio senkt Prognose abermals und prüft Verkauf von Firmenteilen

          Die Negativnachrichten beim Pharmahändler Celesio reißen nicht ab: Der Konzern senkte am Mittwoch bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose und rechnet 2011 nun nur noch mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) vor Einmalaufwendungen von mindestens 575 Millionen Euro. Im Juli hatte das Unternehmen noch rund 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die abermalige Prognosesenkung sei auf regulatorische Eingriffe in Großbritannien sowie einen schärferen Wettbewerb in wichtigen Märkten wie Frankreich und Deutschland zurückzuführen, erklärte der Konzern.

          In den ersten neun Monaten fuhr Celesio laut vorläufigen Zahlen bei leicht rückläufigen Umsätzen ein Ebitda von rund 410 Millionen Euro ein. Der neue Celesio-Chef Markus Pinger will nun mit einem neuen Sparprogramm gegensteuern, das ab 2012 das Ergebnis stabilisieren und in den folgenden Jahren eine zusätzliche jährliche Entlastung von mindestens 50 Millionen Euro bringen soll.

          Zunächst fallen jedoch Einmalbelastungen von bis zu 100 Millionen Euro an, vor allem im laufenden Jahr. Zudem stellt Pinger die Sparte Manufacturer Solutions auf die Probe, die Dienstleistungen für die Pharmaindustrie anbietet. „Im Zuge der strategischen Neuausrichtung hat der Vorstand beschlossen zu prüfen, inwieweit für die Unternehmen Movianto und Pharmexx des Geschäftsbereichs Manufacturer Solutions eine Weiterentwicklung außerhalb des Celesio-Konzerns bessere Erfolgsaussichten bietet und daher ein Verkauf sinnvoll ist.“ (Reuters)

          Krones steigert Umsatz und Gewinn

          Der Getränkeabfüllanlagenbauer Krones ist seinen Rekordzielen für 2011 näher gekommen. In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz vor allem dank kräftiger Zuwächse in Asien, Südamerika und Russland auf 1,81 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern (EBT) schnellte um 79 Prozent auf 84,1 Millionen nach oben, wie der Konzern aus Neutraubling in der Oberpfalz am Mittwoch mitteilte. Die Rendite (EBT-Marge) betrug damit 4,6 Prozent.

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