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Medienschau : Opel-Absatz im ersten Halbjahr um 8 Prozent eingebrochen

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Lexmark gibt eine Gewinnwarnung aus und Volkswagen steigert seinen Absatz in China kräftig. Die Troika ist unzufrieden mit Griechenlands Sparerfolgen und Moody’s senkt die Kreditwürdigkeit Italiens um zwei Stufen.

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          Unternehmensnachrichten

          Opel-Absatz im ersten Halbjahr um 8 Prozent eingebrochen

          Der Verkauf des Autoherstellers Opel ist einem Medienbericht zufolge seit Jahresbeginn massiv zurückgegangen. Wie die „Bild-Zeitung“ (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf Firmenkreise berichtet, sank der Absatz im ersten Halbjahr 2012 um rund 8 Prozent. Ein Grund sei die Krise in Südeuropa, die zu deutlichen Verkaufseinbußen geführt habe. Das Management der Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM) habe auch angesichts dieser Zahlen nicht mehr daran geglaubt, mit Karl-Friedrich Stracke an der Opel-Spitze die Wende zu schaffen, zitierte die Zeitung mit den Vorgängen vertraute Personen.

          Der Autoexperte und Leiter des CAR-Instituts, Ferdinand Dudenhöffer, rechnet mit einer deutlichen Verschärfung des Sparkurses bei Opel. „Jetzt kommt die knallharte Sanierung. Mitarbeiter werden rausgeschmissen, Werke geschlossen“, sagte Dudenhöffer der Zeitung. Der Autoexperte schließt sogar eine Abwicklung des Unternehmens nicht aus. „Sogar der komplette Rückzug aus Europa ist denkbar“, sagte Dudenhöffer. (Reuters)

          Lexmark gibt Gewinnwarnung aus

          Die schwache Nachfrage in Europa macht dem amerikanischen Druckerhersteller Lexmark deutlich zu schaffen. Das Unternehmen senkte am Donnerstag seinen Gewinnausblick für das zweite Quartal.

          Lexmark rechnet nach eigenen Angaben nur noch mit einem Überschuss von 87 bis 89 Cent je Aktie. Zuvor war der Konzern noch von 95 Cent bis 1,05 Dollar je Anteilsschein ausgegangen. Der Umsatz dürfte um 12 Prozent eingebrochen sein. Die Lexmark-Aktie fiel im elektronischen Handel um rund 10 Prozent. (Reuters)

          Volkswagen steigert Absatz in China kräftig

          Volkswagen hat seinen Absatz in China im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Im Berichtszeitraum verkaufte Europas größter Autobauer nach eigenen Angaben vom Freitag in China und Hongkong 1,3 Millionen Fahrzeuge. Das sind 17,5 Prozent mehr Autos als im gleichen Vorjahreszeitraum.

          Von der Marke VW schlug der Autokonzern 15,2 Prozent mehr Pkw los. Für VW ist das Reich der Mitte längst die größte Absatzregion. Nirgendwo sonst verkaufen die Wolfsburger so viele Fahrzeuge wie in dem Riesenland: Rund 2,3 Millionen waren es 2011. Und nirgendwo sonst auf der Welt haben sie so viele Produktionsstandorte. (Reuters)

          Sanofi denkt über Abbau von mehreren tausend Stellen nach

          Das Pharmaunternehmen Sanofi hat beim französischen Finanzministerium angekündigt, es wolle mehrere tausend Stellen streichen. Dem Unternehmen macht vor allem die Konkurrenz durch Nachahmermedikamente zu schaffen. Die Sanofi SA hatte bereits davor gewarnt, dass nach dem Auslaufen des Patentschutzes für den Blutverdünner Plavix und das Bluthochdruckmittel Avapro in den Vereinigten Staaten der Nettogewinn 2012 um 1,4 Milliarden Euro geringer ausfallen werde. Um die Abhängigkeit von Medikamenten mit Exklusivrechten zu reduzieren, hat die Gesellschaft sich bereits breiter aufgestellt und ist zudem auch in Schwellenländer vorgedrungen.

          In der vergangenen Woche habe das Management von Sanofi mit Gewerkschaftsvertretern über die Zukunft bestimmter Aktivitäten in Frankreich beraten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Plan würde im September vorgestellt. Betroffen wären die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die Impfstoffsparte Sanofi Pasteur und die Verwaltung. Zur Zahl der von den Veränderungen betroffenen Stellen wollte sie sich nicht äußern. In den Medien war vor wenigen Tagen spekuliert worden, dass das Unternehmen die Streichung von 1.000 bis 2.000 Stellen in Frankreich verkünden werde. Ende 2011 beschäftigte Sanofi knapp 114.000 Personen. (Dow Jones)


           


           

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