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Medienschau : Moody’s senkt Währungsrating für Zypern

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Wegen der Gefahr eines Austritts von Zypern aus der Eurozone hat die Ratingagentur Moody’s das sogenannte Währungsrating des Landes drastisch gesenkt. Nach Rekordverkäufen im vergangenen Jahr denkt der Autobauer BMW laut über den Bau einer neuen Fabrik nach. Swiss Re legt Streit mit Berkshire Hathaway be. GM will mehr von weltweiter Positionierung profitieren. Hochtief-Tochter Leighton verkauft Telekom-Assets an Pensionsfonds.

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          Unternehmensnachrichten

          Hochtief-Tochter Leighton verkauft Telekom-Assets an Pensionsfonds

          Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat einen Käufer für ihr Geschäft mit Telekom-Infrastruktur gefunden. Der kanadische Pensionsfonds Ontario Teachers’ Pension Plan kauft einen Mehrheitsanteil an dem Unternehmensbereich für 620 Millionen Australische Dollar, umgerechnet gut 500 Millionen Euro. Leighton trennt sich nach mehreren Fehlschlägen bei Großprojekten und Verlusten im Nahen Osten von Unternehmensteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.

          Leighton hatte im Februar angedeutet, Verhandlungen mit dem Fonds aus Kanada über einen Verkauf eines 70-Prozent-Anteils am Geschäft mit Telekom-Infrastruktur zu führen. Zur Disposition standen die Segmente Nextgen Networks, Metronode und Infoplex. Nextgen ist mit Abstand die größte der drei Konzerneinheiten und betreibt ein Glasfasernetz. Die anderen beiden Segmente bieten Daten- und Clouddienste an. Der Ontario Teachers’ Pension Plan lobte die soliden Erlöse der Unternehmensbereiche und das Wachstumspotenzial. Der Pensionsfonds verwaltete zum Jahresende 2012 gut 117 Milliarden Dollar.  (Dow Jones Newswires)

          Swiss Re legt Streit mit Berkshire Hathaway bei

          Der Rückversicherer Swiss Re hat einen seit drei Jahren schwelenden Streit mit dem Unternehmen Berkshire Hathaway des Investors Warren Buffett beigelegt. Die Schweizer nehmen nun bestimmte Verträge zurück und erhalten dafür 610 Millionen Dollar, wie Swiss Re ankündigte. Dies führt für den Rückversicherungskonzern im ersten Quartal zu einem Zugewinn von 100 Millionen Dollar. Für den Zeitraum danach kann Swiss Re die Entwicklung noch nicht genau absehen, möglich sind dann Verluste.

          Swiss Re hatte mit Berkshire Hathaway eine Retrozessionsvereinbarung für ein Portfolio von jährlich erneuerbaren Risikolebensversicherungen abgeschlossen, die Swiss Re vor 2004 gezeichnet hatte. Im Rahmen einer solchen Vereinbarung rückversichert ein Rückversicherer selbst einen Teil seines Portfolios bei einem Wettbewerber. Berkshire Hathaway stellte jedoch später Schadensersatzansprüche. Gemäss den Vertragsbedingungen trafen sich die Parteien, um eine Lösung zu erarbeiten, die nun gefunden wurde. Teil der Einigung ist die Verringerung der Deckungslimite der Verträge. (Dow Jones Newswires)

          GM will mehr von weltweiter Positionierung profitieren

          Der Autobauer General Motors will sich zum Erreichen seiner Margenziele stärker auf seine globale Ausrichtung stützen. „Wir ziehen noch nicht genug Nutzen aus unserer weltweiten Aufstellung“, sagte Nordamerika-Finanzchef Chuck Stevens am Mittwoch. „Das werden wir mit einer Reihe von Initiativen angehen.“ So soll die Schlagzahl von neuen Modellen erhöht werden.

          In den nächsten drei bis vier Jahren soll gut eine Milliarde Dollar jährlich eingespart werden, indem mehr Modelle auf weltweiten Plattformen entwickelt werden. Dadurch will der Opel-Mutterkonzern Stevens zufolge mehr gleiche Teile für mehr Fahrzeuge einsetzen. Derzeit werden etwa 60 Prozent der GM-Autos so gebaut, bis 2018 sollen es 95 Prozent sein, womit GM an seine Konkurrenten Volkswagen und Hyundai Motor herankäme. Um bei den Personalkosten zu sparen, will GM mehr Mitarbeiter zu den niedrigeren Einstiegskonditionen einstellen. Das Ziel von GM ist bis Mitte des Jahrzehnts eine Gewinnmarge von zehn Prozent. Von 2010 bis 2012 lag sie im Durchschnitt bei 7,4 Prozent. (Reuters)

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