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Medienschau : Moody’s droht Vereinigten Staaten mit Herabstufung

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Texas Instruments präzisiert die Prognose, Russland verschärft die Kontrolle über strategische Unternehmen. Chinas Leistungsbilanzüberschuss fällt und die Maschinenbauaufträge in Japan steigen.

          Unternehmensnachrichten

          Texas Instruments präzisiert Prognose für das dritte Quartal

          Der Chiphersteller Texas Instruments hat seine Prognosen für das laufende dritte Quartal eingeengt. Die Chip-Nachfrage liege nur am unteren Ende der Erwartungen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Grund sei das schlechte Marktumfeld in Europa. TI erwartet für das dritte Quartal Umsätze in einer Spanne von 3,21 bis 3,47 Milliarden Dollar nach zuvor 3,27 bis 3,41 Milliarden Dollar. Bereits im Juli hatte der Konzern davor gewarnt, dass die Erlöse im dritten Quartal deutlich niedriger ausfallen dürften als in einem solchen Zeitraum üblich. TI rechnet mit einem Gewinn zwischen 38 und 42 Cent je Aktie. Zuvor lag die Prognose bei 34 bis 42 Cent. (Reuters)

          Russland verschärft Kontrolle über strategische Unternehmen

          Die russische Regierung hat strategisch wichtige Unternehmen des Landes, die im Ausland Geschäfte machen, per Dekret an die kurze Leine genommen. Firmen wie Gazprom brauchen nunmehr eine staatliche Genehmigung, bevor sie Informationen an ausländische Aufsichtsbehörden geben, Verträge ändern oder Eigentum im Ausland verkaufen. Der Erlass wurde am Dienstag von Präsident Wladimir Putin unterzeichnet.

          Zuvor hatte Gazprom erklärt, die Untersuchung seiner Geschäftspraktiken in Europa durch die EU-Kommission würden die Interessen eines strategischen russischen Unternehmens gefährden. Die EU-Kommission hatte ein Wettbewerbsverfahren gegen Gazprom eingeleitet. Die Brüsseler Behörde geht dem Verdacht nach, dass der Konzern seine Marktdominanz in Ost- und Mitteleuropa missbraucht. Inzwischen hat Gazprom mehr als 1,9 Milliarden Euro an europäische Großkunden zurückgezahlt, die zu hohe Gaspreise des Monopolisten beanstandet hatten.

          Das von Putin nun unterzeichnete Dekret könnte die EU-Ermittlungen nach den Worten eines Wettbewerbsexperten erschweren, wird sie aber nicht verhindern. „Die Kommission kann unabhängig von den durch Gazprom zur Verfügung gestellten Informationen zu einer Entscheidung kommen“, sagte der Anwalt, der namentlich nicht genannt werden wollte. (Reuters)

          Daimler will Teilverkauf der EADS-Anteile bis Jahresende

          Der Autokonzern Daimler hält am Zeitplan für den geplanten Teilverkauf seiner Anteile am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS fest. Die staatliche Bankengruppe KfW soll dem Autobauer bis zum Jahresende einen 7,5-prozentigen EADS-Anteil abnehmen. Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter Hintze, bestätigte die geplante KfW-Lösung auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. Bislang vertritt der Stuttgarter Konzern mit rund 22,5 Prozent genauso viele Stimmrechte wie der französische Staat (15 Prozent) und das französische Medienunternehmen Lagardère (7,5 Prozent). Daimler will sich aber zurückziehen. (dpa-AFX)

          BVB-Aktionäre sollen erstmals Dividende erhalten

          Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund will seinen Aktionären erstmals eine Dividende zahlen. Nach einem Rekordgewinn von 34 Millionen Euro sollen die Aktionäre 6 Cent pro Aktie bekommen. Das wäre insgesamt etwa ein Zehntel des Gewinns und die erste Dividende seit dem Börsengang vor zwölf Jahren. Der Rest soll in die Rücklagen fließen. (dpa-AFX)


          Wirtschaftsnachrichten

          Moody’s droht Vereinigten Staaten mit Herabstufung

          Die Ratingagentur Moody“s hat den Vereinigten Staaten abermals mit der Aberkennung der Topbonität „Aaa“ gedroht. Sollten die Verhandlungen über den Haushalt 2013 nicht zu einem Rückgang des Schuldenstandes führen, werde das Rating voraussichtlich um eine Stufe gesenkt, kündigte Moody“s am Dienstag an. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Ratingagentur den Ausblick für die amerikanischen Kreditwürdigkeit auf „negativ“ gesetzt und somit mit einer Herabstufung gedroht.

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