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Medienschau : JP Morgan verzockt 2 Milliarden

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Unternehmenszahlen gibt es am Freitag vor allem aus der zweiten Reihe und dem europäischen Ausland. Vor allem aber interessiert der Milliardenverlust von JP Morgan.

          7 Min.

          Unternehmensnachrichten

          JP Morgan Chase macht Handelsverlust von 2 Milliarden Dollar

          Die größte amerikanische Bank JPMorgan Chase hat seit Anfang April rund 2 Milliarden Dollar bei riskanten Finanzwetten verloren. Bankchef Jamie Dimon sah sich am späten Donnerstag (Ortszeit) gezwungen, persönlich die Anleger zu informieren. Die Verluste seien selbstverschuldet, sagte er in einer eilig anberaumten Telefonkonferenz. Er sprach von „ungeheuerlichen Fehlern“, Schlampereien und falsche Entscheidungen. Derzeit werde untersucht, wie es genau dazu kommen konnte. „Das ist nicht die Art, wie wir unser Geschäft betreiben wollen“, erklärte Dimon. Der Bankchef musste einräumen: „Es kann noch schlimmer werden.“ Denn die Finanzwetten laufen weiter. Die Bank will nicht überhastet aus den Geschäften aussteigen und damit noch größere Verluste riskieren. Für die verantwortliche Sparte der Bank sagte Dimon einen Verlust von 800 Millionen Dollar im laufenden Quartal voraus. (dpa-AFX)

          Weniger Interesse an Facebook-Aktien als erwartet

          Das Interesse institutioneller Investoren wie Fonds und Anlagefirmen an Facebook-Aktien fällt Kreisen zufolge geringer aus als erwartet. Sie seien besorgt über die Wachstumsaussichten des Unternehmens, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Die Begeisterung von Privatleuten sei hingegen ungebrochen. Möglicherweise könnten sie daher beim anstehenden Börsengang am Ende mehr Aktien abbekommen als zuvor gedacht. Beim Aktienpreis könne Facebook immer noch das obere Ende der Spanne von 28 bis 35 Dollar erreichen oder sogar darüber gehen.

          Facebook hatte erst am Mittwoch eine Schwäche seines bisherigen Geschäftsmodells eingeräumt: Die vielen Nutzer, die von Smartphones und Tablet-Computern auf das weltgrößte Online-Netzwerk zugreifen, bringen vergleichsweise wenig Umsatz. Dabei nutzen inzwischen 488 Millionen der insgesamt 901 Millionen Mitglieder Facebook von mobilen Geräten aus. Diese Warnung habe einige Investoren abgeschreckt, schrieb Bloomberg. Bei der laufenden Werbetour für den Börsengang weise Facebook Analysten auch darauf hin, dass ihre optimistischen Erwartungen zum Umsatzwachstum verfehlt werden könnten, hieß es. (dpa-AFX)

          Freenet verdient mehr als erwartet

          Der Mobilfunkanbieter Freenet hat im ersten Quartal zwar mehr verdient, aber weniger umgesetzt als von Experten erwartet. Das operative Ergebnis stieg von 78,4 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 85,1 Millionen Euro. Analysten hatten hingegen nur mit 81 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz des Unternehmens sank im ersten Quartal um 5,7 Prozent auf 744,2 Millionen Euro. Hier hatte die Konsensschätzung der Experten bei 770 Millionen Euro gelegen. Der freie Mittelzufluss blieb mit 72,4 Millionen Euro nahezu stabil. Für das laufende Jahr peilt Freenet weiter einen operativen Gewinn von 340 Millionen Euro bei einem freien Barmittelzufluss von 240 Millionen Euro an. (dpa-AFX)

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