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Medienschau : Großbank HSBC zahlt im Geldwäsche-Skandal Rekordstrafe

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Thyssen Krupp schreibt 5 Milliarden Euro Verlust, die amerikanische Regierung verkauft ihre restlichen AIG-Stammaktien, Daimler investiert 120 Millionen Dollar in das amerikanische LKW-Geschäft und Facebook-Nutzer verlieren ihr Recht auf Abstimmungen.

          6 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Großbank HSBC zahlt im Geldwäsche-Skandal Rekordstrafe

          Mit einer Rekordstrafe legt die britische Großbank HSBC nach Medienberichten ihren Geldwäsche-Skandal in den Vereinigten Staaten bei. HSBC werde mindestens 1,9 Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro) zahlen, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“ am Montagabend übereinstimmend. Die amerikanischen Behörden würden die Einigung am Dienstag bekanntgeben. Ein Sprecher der Bank wollte sich mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Gespräche nicht äußern.

          HSBC-Filialen sollen über Jahre Geldwäsche unterstützt haben. Der amerikanische Senat wirft der Bank vor, aus Ländern wie Mexiko, Iran und Saudi-Arabien Milliarden in die Vereinigten Staaten transferiert und damit Drogenhändlern sowie Geldgebern des Terrorismus in die Hände gespielt zu haben. HSBC hatte im Sommer schwere Fehler eingeräumt und auch personelle Konsequenzen gezogen. So musste der Chefaufseher über die Unternehmenskultur, David Bagley, zurücktreten. (dpa)

          Thyssen Krupp schreibt 5 Milliarden Euro Verlust

          Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende September) den mit Abstand höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Fehlbetrag belaufe sich auf 5 Milliarden Euro, teilte das vom schwachen Stahlgeschäft in Amerika, Kartellabsprachen und Korruptionsvorwürfen erschütterte Unternehmen am Montagabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Die Verluste hätten sich damit gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 3,2 Milliarden Euro erhöht. Vorstandschef Heinrich Hiesinger schrieb auf die neuen Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten weitere 3,6 Milliarden Euro ab. Er will die Werke nun rasch abstoßen und zudem Einsparungen in Milliardenhöhe durchsetzen.

          Eine Dividende sollen die Aktionäre für 2011/12 nicht erhalten. Im Vorjahr hatten sie trotz eines Verlustes von 1,8 Milliarden Euro noch 45 Cent je Papier erhalten. Hiesinger tritt am Dienstagmorgen in Essen vor die Presse. Er will in den kommenden drei Jahren weitere 2 Milliarden Euro einsparen. Im laufenden Geschäftsjahr peilt er einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund einer Milliarde Euro an. Das Traditionsunternehmen ist in der schwersten Krise seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1999. Die Kosten für die neuen Stahlwerke in Übersee waren auf 12 Milliarden Euro in die Höhe geschossen - der Börsenwert des gesamten Konzerns liegt inzwischen nur noch bei 8,3 Milliarden Euro. Bereits im Geschäftsjahr 2010/11 hatte Thyssen Krupp rund 2 Milliarden Euro auf die Stahlwerke in Brasilien und Amerika abgeschrieben. (Reuters)

          Steinbrück verlässt Thyssen Krupp-Aufsichtsrat

          SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück scheidet aus dem Aufsichtsrat des krisengeschüttelten Stahlkonzerns Thyssen Krupp aus. Steinbrück werde das Kontrollgremium zum Jahresende verlassen, teilte die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung am Montagabend mit. Die Stiftung ist mit einem Anteil von gut 25 Prozent wichtigster Großaktionär des Konzerns und kann über ein sogenanntes Entsenderecht bis zu drei Vertreter ohne Beschluss der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat schicken.

          Neben Steinbrück waren auch Aufsichtsratschef Gerhard Cromme und der Rechtsanwalt Kersten von Schenck von der Stiftung entsandt worden. Neu in den Aufsichtsrat einziehen soll das Vorstands-Mitglied der Krupp-Stiftung Ralf Nentwig. (dpa-AFX)

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