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Medienschau : Großbank HSBC zahlt im Geldwäsche-Skandal Rekordstrafe

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Amerikanische Regierung verkauft restliche AIG-Stammaktien

Mit einem milliardenschweren Aktienverkauf zieht sich die Regierung der Vereinigten Staaten aus dem in der Finanzkrise geretteten Versicherungskonzern AIG zurück. Das Finanzministerium teilte am Montag mit, der restliche staatliche Anteil an Stammaktien werde verkauft, es seien 234,2 Millionen Titel. Aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen verlautete am Dienstag, das Ministerium setze den Preis je Aktie mit 32,50 Dollar fest. Damit würde der Verkauf der Anteile 7,61 Milliarden Dollar einbringen.

Mit der Transaktion würden die Bankhäuser Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgan Chase beauftragt. Nach dem Verkauf der Stammaktien  will die Regierung aber weiterhin Optionsscheine zum Bezug von AIG-Aktien halten. Die Regierung hatte den in der Finanzkrise an den Abgrund  geratenen Versicherer im Jahr 2008 gerettet. Die Rettungsaktion war mit 182 Milliarden Dollar die bislang größte überhaupt für ein einzelnes Unternehmen. Der Rückzug aus AIG erfolgte sukzessive. (Reuters)

Daimler investiert 120 Millionen Dollar in LKW-Geschäft in den Vereinigten Staaten

Daimler stärkt sein LKW-Geschäft in Amerika. Präsident Barack Obama kündigte eine 120 Millionen Dollar (93 Millionen Euro) Investition der Daimler-Tochterfirma Detroit Diesel in die Produktion von Getrieben und Turbolader an. Das Geld fließe in die bestehende Produktionsanlage in Redford (Bundesstaat Michigan), sagte Obama bei einer Werksbesichtigung am Montag. Es würden 115 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Daimler Trucks bestätigte die Investitionen. In der Fabrik arbeiten derzeit bereits über 2000 Beschäftigte. Künftig produziere Daimler damit in Michigan automatisierte Schaltgetriebe sowie einen neuen Turbolader, teilte das Unternehmen mit. „Unter dem Dach unserer Komponentenmarke Detroit vereinen wir Motoren, Achsen und Getriebe zu einem effizienten, vollständig integrierten Antriebsstrang“, sagte Daimler-Lkw-Vorstand Andreas Renschler. Obama besuchte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine nordamerikanische Daimler-Tochter. Bereits im Frühjahr war er im LKW-Werk in Mount Holly in North Carolina. (dpa-AFX)

Facebook-Nutzer verlieren Recht auf Abstimmungen

Die Facebook-Nutzer werden ihr Mitsprache-Recht bei Regel-Änderungen im weltgrößten Online-Netzwerk verlieren. Facebook kann das bisherige Abstimmungsverfahren wie geplant abschaffen. An der wohl letzten Nutzer-Abstimmung nahmen viel zu wenige Mitglieder teil, um Einfluss zu nehmen. Binnen einer Woche beteiligten sich bis Montagabend 668.872 Mitglieder an der Abstimmung. Das entsprach einem Anteil von weniger als 0,07 Prozent der Facebook-Nutzer. Damit das Ergebnis einer Abstimmung für das Netzwerk bindend ist, wäre eine Beteiligung von mindestens 30 Prozent erforderlich. Das wären aktuell rund 300 Millionen Mitglieder.

An der vergangenen Abstimmung im Juni hatten nur 0,04 Prozent der Nutzer teilgenommen. Facebook beschloss daraufhin, die Abstimmungen abzuschaffen. Stattdessen soll es zusätzliche Möglichkeiten geben, den Verantwortlichen für Datenschutz Fragen zu stellen. In der aktuellen Abstimmung sprach sich mit mehr als 589.000 Teilnehmern eine klare Mehrheit von fast 90 Prozent gegen die vorgeschlagenen Regel-Änderungen aus. Das ist jetzt jedoch bedeutungslos. Facebook kann die neuen Regeln einfach in Kraft setzen. So lief es auch im Juni. Das Online-Netzwerk, das oft von Datenschützern kritisiert wird, hatte die Abstimmungen immer wieder als einzigartiges Beispiel für Demokratie im Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden hervorgehoben. Kritiker hielten Facebook vor, die Abstimmungen seien angesichts der unrealistisch hohen 30-Prozent-Hürde eine Farce gewesen. (dpa-AFX)

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