https://www.faz.net/-gqe-75dc2

Medienschau : Griechische Großbanken brauchen etwa 27,5 Milliarden Euro Kapital

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Der amerikanische Präsident Barack Obama trifft sich am Freitag mit Top-Politiker zur Lösung des Etatstreits, vom 1. Januar 2013 an verkauft der Staat keine Bundesschatzbriefe mehr und Japan überdenkt seinen Atomausstieg.

          8 Min.

          Wirtschaftsnachrichten

          Kapitalbedarf griechischer Großbanken beträgt etwa 27,5 Milliarden Euro

          Der Kapitalbedarf der großen vier griechischen Banken beläuft sich nach Berechnungen der Zentralbank auf 27,5 Milliarden Euro. Dies entspreche 14,5 Prozent des diesjährigen Bruttoinlandsproduktes, teilte die griechische Zentralbank am Donnerstag in einem lange erwarteten Bericht mit. Den Kapitalbedarf aller 14 privaten Institute des Landes bezifferte sie auf 40,5 Milliarden Euro.

          Mit den Berechnungen bestätigte die griechische Zentralbank die Angaben der Banken von vergangener Woche. Für die vier großen Finanzhäuser des Landes - National Bank, Eurobank, Alpha und Piraeus - steht viel auf dem Spiel, etwa die Frage, ob die Häuser in privater Hand bleiben können oder verstaatlicht werden müssen. Für die Rekapitalisierung der vier als systemrelevant eingestuften Banken hat die Regierung zusammen mit den internationalen Geldgebern 50 Milliarden Euro der 130 Milliarden Euro an Hilfen vorgesehen. Auch soll das Geld für die Abwicklung anderer Banken verwendet werden, die als nicht mehr lebensfähig gelten. Die vorgesehene Summe von 50 Milliarden Euro bewertete die Zentralbank in dem Bericht als angemessen. (Reuters)

          Obama trifft am Freitag Top-Politiker zur Lösung des Etatstreits

          In den Vereinigten Staaten wird mit Hochdruck an einer Lösung des Haushaltsstreits gearbeitet. Präsident Barack Obama wird sich nach Angaben eines Sprechers am Freitag mit vier Top-Politikern von Demokraten und Republikanern treffen, um vor Ende der Frist 31. Dezember doch noch eine Einigung zu erreichen. Schon zuvor war bekannt geworden, dass im Ringen um eine Beilegung des Streits am Sonntag das amerikanische Repräsentantenhaus zu einer Arbeitssitzung zusammenkommen wird. Die Nachricht hatte dazu geführt, dass die amerikanischen Börsen am Donnerstag im späten Handel einen Großteil ihres Tagesverlustes wieder wettmachen konnten.

          Obamas Demokraten und die Republikaner müssen sich auf einen Kompromiss einigen, um zu verhindern, dass zum 1. Januar in Amerika Steueranhebungen und Ausgabenkürzungen der öffentlichen Hand (“Fiskalklippe“) im Volumen von mehr als 600 Milliarden Dollar in Kraft treten. Sollte es zu dem Automatismus kommen, fürchten Beobachter eine deutliche Eintrübung der amerikanischen Konjunktur mit gravierenden Auswirkungen auch auf die Weltwirtschaft. (Reuters)

          Aus für Bundesschatzbriefe ab 1. Januar

          Nach mehr als vier Jahrzehnten verkauft der Staat von 2013 an keine Bundesschatzbriefe mehr. Auch Bundesanleihen müssen Privatkunden nach dem 1. Januar über ihre Hausbank erwerben und dafür Gebühren zahlen.

          „Die Kosten des Privatkundengeschäfts standen insbesondere in jüngerer Vergangenheit in keinem ausgewogenen Verhältnis mehr zu seiner Bedeutung bei der Kreditaufnahme“, sagte ein Sprecher der Finanzagentur in Frankfurt, der Schuldenverwalterin des Bundes. Der Beschluss zum Ausstieg war im Juli verkündet worden. Der letzte Bundesschatzbrief wird am 1. September 2019 fällig. (dpa-AFX)

          Japan will Atomausstieg überdenken

          Eindreiviertel Jahre nach der Katastrophe von Fukushima rückt die neue japanische Regierung vom geplanten Atomausstieg ab. Der bis 2040 geplante schrittweise Ausstieg aus der Atomkraft müsse überdacht werden, sagte Wirtschafts- und Industrieminister Toshimitsu Motegi von der Liberaldemokratischen Partei (LDP) am Donnerstag kurz nach seinem Amtsantritt. Details zur Energiepolitik der LDP nannte der Minister jedoch nicht, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

          Weitere Themen

          So sparen Autofahrer Geld Video-Seite öffnen

          Tipps für das Tanken : So sparen Autofahrer Geld

          Diesel und Benzin werden immer teurer - Autofahrer können sich aber Preisschwankungen an der Tankstelle zunutze machen. Zahlreiche Apps zeigen die günstigsten Zapfsäulen an - und eine sparsame Fahrweise schont ebenfalls den Geldbeutel.

          Topmeldungen

          Nach dem chaotischen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan tritt der US-Sonderbeauftragte für das Land, Zalmay Khalilzad, von seinem Posten zurück.

          Nach chaotischem Abzug : US-Sonderbeauftragter für Afghanistan tritt zurück

          Das Debakel in Afghanistan hat die Regierung von US-Präsident Biden schwer unter Druck gesetzt. Nun verlässt der US-Sonderbeauftragte für das Krisenland seinen Posten. Er hatte – noch unter Präsident Trump – ein hoch umstrittenes Abkommen mit den Taliban ausgehandelt.
          Julian Reichelt am 30. Januar 2020 auf einer Messe in Düsseldorf

          Bild-Chef Julian Reichelt : Sex, Lügen und ein achtkantiger Rauswurf

          Erst bringt die New York Times eine Riesenstory über Springer. Vorher stoppt der Verleger Ippen eine Recherche über den Bild-Chef Reichelt. Der ist seinen Job plötzlich los. Er hat wohl den Vorstand belogen. Die Chaostage sind perfekt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.