https://www.faz.net/-gqe-773qz

Medienschau : Fed diskutiert Stopp des Anleihenkaufprogramms

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Die Allianz verdoppelt den Gewinn, Zapf Creation ist in Existenznot, die EU forciert das Verfahren gegen chinesische Solarmodul-Bauer, Frankreich verfehlt offenbar die Defizit- und Wachstumsziele.

          7 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Allianz verdoppelt Gewinn

          Europas größter Versicherer Allianz hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn verdoppelt. Trotz der Belastungen durch Hurrikan „Sandy“ stand unter dem Strich ein Überschuss von 5,2 Milliarden Euro, nachdem ein Jahr zuvor immense Katastrophenschäden und der Schuldenschnitt für Griechenland aufs Ergebnis gedrückt hatten. Im operativen Geschäft ging es nun deutlich aufwärts, wie der Konzern mitteilte. Der operative Gewinn stieg überraschend stark um 21 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, den zweithöchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Die Aktionäre sollen mit einer stabilen Dividende von 4,50 Euro an dem Erfolg teilhaben. Für das laufende Jahr zeigte sich Vorstandschef Michael Diekmann vorsichtig optimistisch: Er rechnet mit einem operativen Gewinn von 8,7 bis 9,7 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          EU forciert Verfahren gegen chinesische Solarmodul-Bauer

          Die Europäische Union (EU) treibt Insidern zufolge ihr Anti-Dumping-Verfahren gegen Solarmodule aus China voran. Vertreter der 27 EU-Mitgliedsstaaten hätten am Mittwoch einen Vorschlag angenommen, verdächtige chinesische Hersteller auf eine entsprechende Liste zu nehmen, sagten mit dem Vorgang vertraute Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entscheidung würde Strafzölle ermöglichen, wenn in einem zweiten Schritt nachgewiesen werden kann, dass chinesische Produzenten ihre Solarmodule unter dem Produktionswert verkauft haben.

          Der Streit um Solarmodule zwischen China und der EU hat die Sorge vor einem Handelskrieg aufkommen lassen. Das europäische Antidumpingverfahren gegen chinesische Hersteller von Solarzellen und -modulen läuft seit vergangenem September, ein zusätzliches Antisubventionsverfahren gegen die gleiche Produktgruppe aus China seit November. Die Entscheidung über Zölle im ersten Verfahren steht spätestens zum 5. Juni 2013 an. Diese Zölle können dann bis zu drei Monaten rückwirkend gelten. China weist die Vorwürfe zurück. (Reuters)

          Knauf will nicht mehr als 30 Prozent an KlöCo erwerben

          Der Baustoff-Unternehmer Albrecht Knauf will seine Beteiligung am Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) laut einem Zeitungsbericht nicht über 30 Prozent hinaus aufstocken. Der mit der Essener Knauf Interfer selbst im Stahlhandel aktive Milliardär wolle seinen Anteil von zuletzt 7,8 Prozent zeitnah auf mindestens 25 Prozent erhöhen, berichtete das „Handelsblatt“ am Donnerstag unter Berufung auf Branchenkreise. „Die Marke von 30 Prozent soll aber nicht überschritten werden“, hieß es in dem Bericht. Denn Knauf wolle ein Übernahmeangebot vermeiden, das mit dem Erreichen dieser Schwelle fällig würde. Der Unternehmer hatte sein Engagement bei KlöCo als „strategisch“ bezeichnet.

          Knauf könnte Interfer laut „Handelsblatt“ zufolge auch mit KlöCo fusionieren. Die börsennotierte KlöCo würde Interfer dabei voraussichtlich übernehmen. Analysten schätzten den Kaufpreis für Interfer auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Interfer ist deutlich kleiner als KlöCo, hat aber in Deutschland eine starke Stellung im Handel mit Stahl. Die KlöCo-Aktie hatte nach dem Bekanntwerden des Einstiegs von Knauf um mehr als zehn Prozent angezogen, das Unternehmen ist an der Börse nun 1,05 Milliarden Euro wert. (Reuters)

          Verband: Versicherer enthalten Kunden keine Gelder vor

          Die Versicherungswirtschaft hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe Altkunden um Milliarden-Erträge gebracht. Der Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg von Fürstenwerth, stellte am Mittwoch in Berlin klar, die Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen (“RfB“) kämen bisher und auch künftig zu 100 Prozent allein Versicherungskunden zugute. Der Reservetopf stehe ausschließlich den Kunden zu und dürfe grundsätzlich nur für die Überschussbeteiligung verwendet werden, erklärte der GDV-Manager.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Spritzen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech-Pfizer

          Corona-Impfstoff : Was die Kooperation bei der Impfstoffherstellung schwierig macht

          Der französische Pharmakonzern Sanofi produziert künftig Corona-Impfstoff für Biontech. Das wirft die Frage auf, ob nicht noch mehr Kooperationen möglich sind. In Amerika wird bereits verhandelt.
          Der Hauptangeklagte im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke, Stephan Ernst (rechts), mit seinem Anwalt  am Tag der Urteilsverkündung

          Urteil im Lübcke-Prozess : Es war mehr als Mord

          Das Urteil im Lübcke-Prozess ist angemessen. Über die Sühne für die Tat hinaus sind jedoch weitere Konsequenzen nötig. Nichts lässt sich ungeschehen machen, aber Läuterung ist möglich.
          In der Schusslinie: Kölner Erzbischof Woelki könnte in einem Missbrauchsfall besser im Bilde gewesen sein, als er zugibt (Archivbild).

          Missbrauch in der Kirche : Verantwortliche ohne Namen

          Hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki 2015 einen Missbrauchsfall vertuscht? Der Verdacht wurde nach Rom gemeldet. Doch der Vatikan ließ die selbstgesetzte Antwortfrist verstreichen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.