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Medienschau : Deutlich mehr Kapitalpuffer bei Banken

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Gerresheimer bekräftigt trotz Gewinnrückgang im dritten Quartal Prognose

Der Verpackungsspezialist Gerresheimer hat trotz eines Gewinnrückgangs im dritten Quartal seine Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Wegen Einmalkosten für Umbaumaßnahmen sank der Gewinn im Jahresvergleich um ein Viertel auf 14,4 Millionen Euro. Operativ blieb der Konzern aber auf Wachstumskurs. Der Umsatz kletterte um 9,2 Prozent auf 311,4 Millionen Euro. Zum Wachstum trugen alle Geschäftsbereiche bei. Analysten hatten allerdings einen etwas höheren Umsatz erwartet.

Auch beim operativen Ergebnis (bereinigtes Ebitda) blieb Gerresheimer mit 60,8 Millionen nach 57,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor hinter den Erwartungen zurück. Die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte Konzernchef Uwe Röhrhof. Er geht für 2012 weiterhin von einem Umsatzwachstum von 9 bis 10 Prozent zu konstanten Wechselkursen aus. Nach dem ersten und zweiten Quartal hatte er die Latte beim Umsatz jeweils noch höher gelegt. Für die operative Ergebnis-Marge (bereinigte Ebitda-Marge) liegt die Prognose weiter bei rund 19,5 Prozent. Diesen Wert traf der Konzern im dritten Quartal genau. (dpa-AFX)

Daimler plant Brennstoffzellen-Bund mit Nissan und Ford

Daimler lotet einem Magazinbericht zufolge eine Kooperation zur Entwicklung einer Brennstoffzelle als Energiespeicher für Elektroautos aus. Der Stuttgarter Autobauer wolle gemeinsam mit seinem japanischen Partner Nissan und dem amerikanischen Rivalen Ford eine Brennstoffzelle entwickeln, berichtete „auto motor und sport“ am Mittwoch unter Berufung auf Mercedes-Kreise.

Von einer Zusammenarbeit verspreche sich Daimler vor allem deutlich niedrigere Entwicklungs- und Produktionskosten. Der Stuttgarter Autobauer reagiere damit auf die neuen Brennstoffzellen-Allianzen in der Autowelt und die Ankündigung Toyotas, 2014 das Modell Prius mit serienmäßiger Brennstoffzelle auf den Markt zu bringen. Ein Daimler-Sprecher bekräftigte am Mittwoch, der Konzern führe Gespräche über Brennstoffzellen mit seinen bestehenden Partnern Renault und Nissan. Die drei Autobauer, die seit Frühjahr 2010 mittels Überkreuzbeteiligung verbunden sind, loten auch eine gemeinsame Entwicklung eines neuen Vierzylindermotors mit 1,3 Liter Hubraum aus. (Reuters)

Großaktionär drängt Air Berlin zu Bündnis mit Air France

Der Air-Berlin-Großaktionär Etihad drängt die Fluggesellschaft einem Zeitungsbericht zufolge zu einer Allianz mit Air France. Die deutsche Fluggesellschaft solle mit den Franzosen Gemeinschaftsflüge anbieten, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ vorab aus ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf ein Gespräch mit Etihad-Chef James Hogan. „Wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt, dann wären wir erpicht darauf“, wurde der Chef der arabischen Airline zitiert. Air Berlin trat erst im Frühjahr der von British Airways und Iberia geführten Luftfahrtallianz Oneworld bei. „Oneworld ist sekundär“, sagte Hogan nun der Zeitung. Europas zweitgrößte Fluggesellschaft Air France-KLM ist dagegen Mitglied im Konkurrenzbündnis Skyteam.

Hogan hatte schon Anfang Juli mitgeteilt, Etihat lote selbst eine Kooperation mit Air France-KLM aus. „Wir verhandeln zurzeit über ein Codesharing-Abkommen und glauben, das ist auch eine gute Basis für weiterführende Verhandlungen“, hatte Hogan der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt. Bedrohlich wäre der Schulterschluss vor allem für die Lufthansa, die dem Luftfahrtbündnis Star Alliance angehört. Mit Etihad fasst einer ihrer schärfsten Wettbewerber vom Golf nun noch stärker in Europa Fuß. Im Zuge des angestrebten Abkommens würden die Fluggesellschaften ihre Flugpläne auf Langstreckenrouten aufeinander abstimmen. Etihad hielt zuletzt 29 Prozent an Air Berlin und gehört bisher keiner der großen Allianzen an. (Reuters)

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