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Medienschau : Apple gewinnt Patentprozess gegen Samsung

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha kauft Q-Cells, die Deutsche Bank führt strengere Boni-Regeln ein. Moody’s erhöht die Bonitätsnote Süd-Koreas auf „Aa3“.

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          Unternehmensnachrichten

          Südkoreanischer Mischkonzern Hanwha kauft Q-Cells

          Die südkoreanische Hanwha Gruppe will das insolvente Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells aus Bitterfeld erwerben. Hanwha und Insolvenzverwalter Henning Schorisch hätten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Dieser stehe unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Gläubigerversammlung am 29. August der Veräußerung zustimme. Neben der Übernahme von betriebsbezogenen Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sehe der Kaufvertrag außerdem einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe vor. Der strategische Investor beabsichtige, den weitaus größten Teil der gesamten Q-Cells-Gruppe zu übernehmen.
          Die Hanwha-Gruppe gehört mit einem Umsatz von etwa 27 Milliarden Dollar zu den größten Unternehmen Südkoreas. Das Solargeschäft ist in der an der Nasdaq notierten Hanwha Solar One mit Sitz in Shanghai gebündelt, die beim Solarmodulbau bereits seit Jahren mit Q-Cells zusammenarbeitet. (Reuters)

          Deutsche Bank führt strengere Boni-Regeln ein

          Die Deutsche Bank hat einem Zeitungsbericht zufolge neue Boni-Regeln erlassen. Wie die „Financial Times“ am Montag berichtete, kann das Institut nun Mitarbeitern Zuschläge streitig machen, die diese zuvor bei anderen Arbeitgebern erworben haben. Die Deutsche Bank könne konkret Aktien zurückfordern, die noch nicht unwiderruflich an Mitarbeiter überschrieben seien und die diese zuvor im Tausch gegen Anteile ihrer früheren Arbeitgeber erhalten haben. Der „Financial Times“ zufolge hat bislang kein anderes globales Institut solche Regeln eingeführt. Experten hielten es jedoch für möglich, dass auch andere Banken in Zukunft ähnliche Vorschriften einführten. (Reuters)

          Hertz übernimmt Dollar Thrifty

          Der Autovermieter Hertz übernimmt nach jahrelangem Gezerre nun doch den kleineren Konkurrenten Dollar Thrifty. Die beiden Konzerne vereinbarten nach Angaben vom Montag einen Kaufpreis von rund 2,3 Milliarden Dollar. Pro Aktie bedeute dies 87,50 Dollar in bar - ein Aufschlag von acht Prozent auf den Dollar-Thrifty-Schlusskurs vom Freitag. Sowohl Hertz als auch der Rivale Avis waren in den vergangenen Jahren mehrmals an Dollar Thrifty mit Geboten herangetreten, die das Unternehmen jedoch immer als zu niedrig ablehnte. Nach dem Zusammenschluss wird der Autovermietungsmarkt in den Vereinigten Staaten von lediglich drei Firmen - Hertz, Avis und Branchenprimus Enterprise - dominiert. (Reuters)

          Apple siegt in amerikanischem Patentprozess gegen Samsung

          Apple hat den großen Patentprozess gegen Samsung in Kalifornien gewonnen. Die Geschworenen stellten die Verletzung mehrerer Patente für iPhone und iPad durch zahlreiche Samsung-Geräte fest und sprachen Apple einen Schadenersatz von zunächst rund 1,05 Milliarden Dollar zu. Die Patentvorwürfe von Samsung an Apple wiesen sie hingegen komplett ab. Das Urteil ist der erste große Sieg eines Unternehmens im Patentkrieg in der Mobilfunk-Branche. Samsung kündigte umgehend an, Rechtsmittel einlegen zu wollen. Sollte der Schritt keinen Erfolg bringen, wolle das Unternehmen ein Berufungsgericht einschalten. Nach Einschätzung von Beobachtern müssen sich beide Parteien auf einen langen Streit einstellen. Bleibt das Urteil bestehen, bedeutet das auf jeden Fall, dass Samsung und andere Hersteller dauerhaft auf einige von Apples patentierten Funktionen verzichten müssen. (dpa-AFX)


          Wirtschaftsnachrichten

          Fed-Chef Bernanke sieht Spielraum für weitere geldpolitische Lockerung

          Fed-Chef Ben Bernanke kann sich trotz jahrelanger Nullzinspolitik und des umfangreichen Ankaufs von Staats- und Hypothekenanleihen eine noch lockere Geldpolitik vorstellen. „Es gibt Raum für zusätzliche Maßnahmen durch die Federal Reserve, um die Finanzierungsbedingungen zu lockern und die Erholung zu stärken“, heißt es in einem Brief des Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank an den republikanischen Abgeordneten Darrell Issa. Issa leitet den Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform des Repräsentantenhauses.

          Die Äußerungen Bernankes passen zur Stoßrichtung des Notenbankprotokolls von der jüngsten Zinssitzung. Erst am Mittwoch hatten die „Minutes“ für große Überraschung gesorgt, weil eine Vielzahl von Fed-Mitgliedern einer noch lockeren Geldpolitik zugeneigt ist. Auch am Freitag sorgten die Aussagen Bernankes für spürbaren Auftrieb an der amerikanischen Börse. (dpa-AFX)

          Moody’s erhöht Bonitätsnote Süd-Koreas auf „Aa3“

          Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeitsnote Südkoreas um eine Stufe von „A1“ auf „Aa3“ erhöht. Moody’s begründete die Entscheidung mit der guten Haushaltslage und der Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft, externe Schocks zu verkraften. (Dow Jones)

          FDP will für 2013 mindestens 4 Milliarden im Bund einsparen

          Wie die Bild-Zeitung meldet, wollen FDP-Haushaltspolitiker im Bundeshaushalt 2013 mindestens 4 Milliarden Euro zusätzlich einsparen. Um diese Vorgabe zu erreichen, schlagen die Fachpolitiker einen kompletten Verzicht auf das Betreuungsgeld und die Zuschussrente vor. Außerdem soll es Kürzungen bei den Ausgaben für das Elterngeld und Subventionsleistungen geben. Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, sagte der Zeitung: „Eine Reduzierung der Neuverschuldung 2013 auf maximal 15 Milliarden Euro ist durchaus möglich. Wir sollten in dieser Krise in Europa mit gutem Beispiel vorangehen und auf unnötige Ausgaben verzichten.“ (Dow Jones)

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