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Medienschau : Amerikanische Sparkommission gescheitert

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

Der Gewinn von Hewlett-Packard bricht ein, die Weltbank warnt vor Risiken für das Wirtschaftswachstum in Ostasien, aber in China könnte die Geldpolitik lockern. Hochtief verhandelt nur noch mit Chinesen über seine Flughäfen, die Börsen in Tokio und Osaka wollen fusionieren. Spanien verstaatlicht eine weitere Bank, Griechenland weitet die Staatsgarantien für seine aus. Nach MF-Global-Konkurs fehlen 1,2 Milliarden Dollar an Kundengeldern und der ehemalige AIG-Chef verklagt die Regierung wegen der Rettung des Unternehmens.

          Unternehmensnachrichten

          Gewinneinbruch bei Hewlett-Packard

          Der Computerriese Hewlett-Packard hat wegen hohen Abschreibungen, den Überflutungen in Thailand und einer schwächeren Nachfrage im vierten Geschäftsquartal unter dem Strich nur noch 239 Millionen Dollar verdient- gut 90 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Konzernumsatz sank zwar nur um ein Prozent auf 32,12 Milliarden Dollar, doch gingen die Erlöse auch im PC-Bereich, der fast ein Drittel des Konzern-Geschäfts ausmacht, leicht zurück. Und bei den Druckern gab es sogar einen deutlichen Rückschritt von rund zehn Prozent.

          HP hatte die Kunden in den vergangenen Monaten mit einem Zickzack-Kurs verwirrt. Erst wollte der deutsche Konzernchef Léo Apotheker sich von dem PC-Geschäft trennen, weil es zu wenig Gewinn bringe. Als daraufhin der Aktienkurs einbrach, wurde Apotheker entlassen. Die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman, die schließlich das Ruder übernahm, entschloss sich, die PC-Sparte zu behalten. Allein Apothekers Notbremse beim verlustreichen Geschäft mit der mobilen Plattform webOS belastete die Quartalsbilanz jedoch mit mehr als einer Milliarde Dollar.

          Whitman bereitete die Investoren zudem auf ein schwieriges Jahr 2012 vor. Erstens zeichne sich ab, dass die Nachfragen von Unternehmen und Privatkunden angesichts der schlechten Wirtschaftslage schwächer ausfallen werde. Außerdem werde die gesamte Branche mindestens im ersten Halbjahr noch die Folgen der Überschwemmungen in Thailand spüren, durch die die Festplatten-Produktion massiv beeinträchtigt wurde. (dpa-AFX)

          Hochtief verhandelt nur noch mit Chinesen über Flughäfen

          Die Muttergesellschaft der chinesischen Fluggesellschaft Hainan Airlines verhandelt einem Pressebericht zufolge nun exklusiv mit dem deutschen Baukonzern Hochtief über dessen Flughafenbeteiligungen. Beide Seiten hätten sich eine Frist bis Mitte Dezember gesetzt, um zu einer Einigung zu kommen, berichtet am Dienstag die spanische Zeitung „Expansion“ unter Berufung auf Finanzkreise auf ihrer Webseite. Hochtief ist an den Flughäfen Athen, Budapest, Sydney und Tirana sowie in Deutschland an den Airports von Düsseldorf und Hamburg beteiligt. Der Verkauf soll früheren Angaben zufolge bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. (Dow Jones)

          Börsen in Tokio und Osaka wollen fusionieren

          Die beiden japanischen Aktienmärkte in Tokio und Osaka wollen sich im Januar 2013 zur drittgrößten Börse der Welt zusammenschließen. Beide Börsen haben zusammen einen Marktwert von 3,67 Billionen Dollar (Stand: Ende September). Nur die NYSE Euronext und die Nasdaq wären größer. Als Vorstufe zur geplanten Fusion werde die Tokioter Börse (TSE) in einem öffentlichen Tenderverfahren die Mehrheit an der Börse Osaka (OSE) übernehmen, hieß es. Dieses ist für Frühjahr 2012 geplant. (dpa)

          Nach MF-Global-Konkurs fehlen 1,2 Milliarden Dollar Kundenkapital

          Nach dem Konkurs der Wall-Street-Firma MF Global fehlen offenbar bis zu 1,2 Milliarden Dollar (887 Millionen Euro) von den Konten früherer Kunden. Der Betrag sei damit etwa doppelt so hoch, wie von dem Wertpapierhändler gegenüber den Behörden zunächst gemeldet, teilte der Treuhänder James Giddens am Montag mit. MF Global hatte sich mit europäischen Staatsanleihen verspekuliert und gilt als erstes großes Opfer der europäischen Schuldenkrise an der Wall Street. Ende Oktober beantragte das Unternehmen Gläubigerschutz. Wegen des mutmaßlichen Zugriffs auf Kundenkonten wird der Fall von den Aufsichtsbehörden und vom FBI untersucht. (dapd)

          Ehemaliger AIG-Chef verklagt Regierung wegen Rettungspaket

          Der ehemalige Chef der American International Group (AIG) verklagt die amerikanische Regierung wegen ihres Rettungspakets für den Versicherer auf Schadenersatz in Höhe von 25 Milliarden Dollar (18,54 Milliarden Euro). Der amerikanischen Regierung wird vorgeworfen, den Aktionären von AIG ohne deren Zustimmung oder gerechte Entschädigung wertvolles Vermögen weggenommen zu haben, damit sie nach der Rettung des Versicherers 80 Prozent an AIG halten könne. (dapd)

          Wirtschaftsnachrichten

          Amerikanische Sparkommission gescheitert

          Neue Blockade im Kampf gegen die Schuldenkrise in den Vereinigten Staaten: Nach monatelangen Verhandlungen ist eine überparteiliche Kommission im Kongress mit dem Versuch gescheitert, ein gemeinsames Konzept im Kampf gegen das Schuldendebakel auszuarbeiten.

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