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Marktführer greift zu : Großfusion in amerikanischer Kabelbranche

Marktführer Comcast will den nächstgrößten Rivalen Time Warner Cable übernehmen. Bild: AP

Marktführer Comcast will den nächstgrößten Rivalen Time Warner Cable übernehmen. Medienmogul Malone hat das Nachsehen.

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          Börsianer lieben Unternehmensfusionen, weil das allgemein steigende Kurse verspricht. Am Donnerstag dürfte die Phantasie in den Handelssälen der Wall Street wieder angeregt werden – zumindest bei den Händlern, die es trotz des angekündigten heftigen Schneesturms an ihre Arbeitsplätze schaffen.

          Norbert Kuls
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Am späten Mittwochabend wurde bekannt, dass der größte amerikanische Kabelfernsehbetreiber Comcast den nächstgrößten Rivalen Time Warner Cable für rund 45 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen wird. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der Transaktion zugestimmt, berichteten amerikanische Medien. Mit einer offiziellen Ankündigung wird am Donnerstag gerechnet. Das Angebot von Comcast entspricht knapp 159 Dollar je Aktie – ein Aufschlag von etwa 23 Dollar gegenüber dem Schlusskurs des Unternehmens an der New Yorker Börse vom Mittwoch.

          Der Vorstandsvorsitzende von Comcast, Brian Roberts, stach mit der Offerte den Medienmogul John Malone aus. Der viertgrößte amerikanische Kabelbetreiber Charter Communications, an dem Malones Firma Liberty Media 27 Prozent hält, hatte 132,50 Dollar je Aktie für Time Warner Cable geboten. Das umworbene Unternehmen hatte diese Offerte allerdings als zu niedrig abgelehnt und 160 Dollar gefordert. In der Branche wird nicht damit gerechnet, dass Charter noch mal nachlegen wird. Charter dürfte allerdings Teile von Comcast aufkaufen, die der Konzern im Zuge der geplanten Fusion wahrscheinlich abstoßen muss. Der Zusammenschluss wird von den Kartellbehörden besonders genau geprüft werden, da Comcast und Time Warner Cable gemeinsam drei Viertel der amerikanischen Kabelbranche dominieren würden.

          Am Mittwoch schlossen die amerikanischen Börsen uneinheitlich. Der breitgefasste Aktienindex S&P 500 beendete den Handel nach minimalen Verlusten mit 1819 Punkten. Der Dow Jones gab 0,2 Prozent auf 15964 Zähler nach. Der technologielastige Composite-Index der elektronischen Börse Nasdaq legte dagegen um 0,2 Prozent auf 4201 Punkte zu.

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