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Markteinblick : Thyssen-Krupp hemmt den Dax

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nach einer gut behaupteten Eröffnung zeigt sich der Dax wenig verändert. Thyssen-Krupp stehen deutlich unter Druck.

          Der Kurs der Thyssen-Krupp-Aktie ist zur Handelseröffnung am Montag deutlich unter Druck geraten und verliert derzeit 6,5 Prozent. Der Verkauf des amerikanischen Stahlwerks an Arcelor-Mittal und Nippon Steel für 1,55 Milliarden Dollar ist prinzipiell zwar eine gute Nachricht, allerdings sieht sich der Konzern gezwungen, einen Teil der zu Jahresbeginn an den finnischen Metallhersteller Outokumpu abgegebenen Edelstahlaktivitäten zurückzunehmen. Zugleich hat ThyssenKrupp eine Kapitalerhöhung bekannt gegeben.

          Der Dax gewinnt leicht auf 9403 Punkte hinzu, der marktbreite F.A.Z.-Index, der anfangs schwächer notierte, gewinnt mittlerweile 0,1 Prozent auf 1979 Zähler.

          Heino Ruland von Ruland Research befürchtet weitere Abschreibungen bei Thyssen-Krupp, weil das Unternehmen von Outokumpu das Werk in Terni und den deutschen Spezialwerkstoffhersteller VDM zurücknehme und dagegen einen Kredit von 1,2 Milliarden Euro nicht zurückbekomme. Der Erlös für Alabama liege mit 1,55 Milliarden Dollar zudem deutlich unter der ursprünglichen Erwartung von 2 Milliarden.

          Der Verkauf des amerikanischen Stahlwerks sei nicht der Coup, den man erhofft habe, heißt es von der DZ Bank. Wirklich negativ überrascht habe aber, dass Thyssen-Krupp von Outokumpu aus kartellrechtlichen Gründen und wegen der angespannten Finanzlage des finnischen Wettbewerbers verschiedene Geschäftsbereiche zurücknehmen müsse. Damit habe die Neuordnung von Thyssen-Krupp einen schweren Rückschlag erlitten.

          Rentenmärkte tendieren leichter

          Mit den Notierungen am deutschen Anleihemarkt geht es am Montag leicht nach unten. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 16 Basispunkte auf 141,55 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 4 Basispunkte auf 125,26 Prozent.

          „Zum Ende der Berichtswoche konnte sich der Bund-Future wieder erfolgreich oberhalb der Aufwärtstrendlinie etablieren“, sagt die Helaba. Allerdings sei er mangels fundamentaler Einflussfaktoren daran gescheitert, den Widerstand bei 141,87 Prozent zu überwinden. Nennenswerte Haltemarken zeigten sich unverändert im Bereich 140,53/56 Prozent. Die Handelsspanne wird zu Wochenbeginn zwischen 141,00 und 142,32 Prozent erwartet.

          Euro hält sich bei 1,36 Dollar

          Der Euro hält sich am Montag in der Nähe der Marke von 1,36 Dollar. Experten rechnen mit einem vergleichsweise ruhigen Wochenauftakt und vorerst nur mit wenig Bewegung bei der Gemeinschaftswährung. Am Morgen wurde der Euro bei 1,3601 Dollar gehandelt. Am Vormittag dürften Anleger Daten zur Stimmung von europäischen Einkaufsmanagern in der Industrie im Blick haben. Die Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf die Entwicklung in Spanien und Italien. Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) könnten robuste Stimmungsdaten aus der Industrie der Eurozone dem Euro zumindest kurzfristig Impulse geben.

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