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Markteinblick : Deutsche Aktien wenig verändert

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die deutschen Aktien tendieren am Mittwoch angesichts leicht negativer Vorgaben wenig verändert. Einen etwas leichteren Start machten die Notierungen wett..

          Die deutschen Aktienindizes schwanken am Mittwoch in einer engen Spanne um ihre Vortagesschlussstände. Im Fokus stünden weiter Aussagen von amerikanischen Notenbankern zur Geldpolitik sowie die tendenziell positiv aufgenommenen Entwicklungen in China, sagt Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG.

          Unter den Einzelwerten stehen Thyssen-Krupp im Fokus. Der Aktienkurs des Industrie- und Stahlkonzerns rutscht nach einem freundlichen Auftakt um 2,4 Prozent ab. Zunächst hatte die Nachricht gestützt, dass die Essener wegen „exklusiver Verhandlungen über einen möglichen Verkauf des amerikanischen Werks in Calvert/Alamaba“ ihre für diesen Donnerstag geplante Zahlenvorlage auf den 2. Dezember verschieben. Die Gespräche, die laut ThyssenKrupp den Abschluss eines langfristigen Brammen-Liefervertrags für das Stahlwerk in Brasilien (CSA) beinhalten, deuteten aber darauf hin, dass der Konzern dieses behalten müsse, monierte ein Händler.

          Rentenmärkte geben weiter nach

          Selbst nach den hohen Kursverlusten vom Vortag geben die Rentenmärkte am Mittwoch weiter nach. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 33 Basispunkte auf 141,08 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 12 Basispunkte auf 125,13 Prozent. „Der Bund-Future machte gestern kehrt, nachdem er vorher mit der 141,90-Prozent-Marke kämpfte“, sagt Peggy Jäger von der Commerzbank. Bei 141,88 Prozent verlaufe eine Widerstandslinie für den Bund-Future. Gut unterstützt sei der Kontrakt bei 140,90 Prozent.

          Eurokurs normalisiert sich

          Der Euro legt am Mittwochmorgen zu. Äußerungen von Amerikas Notenbankchef Ben Bernanke setzen den Dollar unter Druck, im Gegenzug profitiert der Euro. Im asiatischen Handel stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3577 Dollar, zuletzt waren es allerdings nur noch 1,3528 Dollar in Europa, wo der Kurs deutlich nachgibt.

          Belastung für den Dollar brachten Äußerungen des Fed- Vorsitzenden Ben S. Bernanke am Dienstag in Washington in einer Rede vor Ökonomen. Er sagte, der Leitzins der Notenbank werde wahrscheinlich auch nach dem Ende der Anleihekäufe für eine „beträchtliche” Zeit nahe null verharren.

          „Bernanke und Yellen stimmen darin überein, dass die amerikanischen  Zinsen für lange Zeit niedrig bleiben werden”, sagte Thomas Averill, Managing Director bei Rochford Capital in Sydney. „Ich denke, das Thema lautet Dollar-Schwäche - ich würde sagen: ’verkauf den Dollar’”, fügte er an.

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