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Markteinblick : Deutsche Aktien wenig verändert

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Bild: F.A.Z.

Vor der Veröffentlichung der amerikanischen Arbeitsmarktdaten halten sich die Anleger am deutschen Arbeitsmarkt zurück.

          2 Min.

          Die deutschen Börsianer warten einmal mehr auf Konjunkturdaten aus Amerika. Dort hat sich die Bekanntgabe der Zahlen für September wegen des amerikanischen Haushaltsnotstandes verzögert. Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass in den Vereinigten Staaten außerhalb der Landwirtschaft 180.000 Stellen geschaffen wurden. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen und die Arbeitslosenquote liefern Antworten auf die Frage, ob sich die Erholung am Arbeitsmarkt fortsetzt und damit eine wichtige Voraussetzung für die Straffung der amerikanischen Geldpolitik erfüllt ist.

          Der Dax gibt einige Punkte auf 8860 Zähler nach, der marktbreite F.A.Z.-Index gibt ebenso leicht auf 1874 Stellen nach. Zu den größten Verlieren zählen die Aktien der Lufthansa mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent. Die Fluggesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 600 bis 700 Millionen Euro. Dies sei eine Präzisierung der bisherigen Prognose, die einen Gewinn über dem berichteten operativen Ergebnis des Vorjahres von 524 Millionen Euro vorsah, erklärte die Fluglinie. Es liegt jedoch erheblich unter den Analystenschätzungen von rund 900 Millionen Euro.

          Thyssen-Krupp verlieren nach einer Kurszielsenkung durch die UBS 1,1 Prozent. Salzgitter geben 2,2 Prozent nach, nachdem die UBS-Analysten die Titel zum Verkauf empfohlen haben. Ebenfalls Federn lassen müssen LEG Immobilien, die mehr als vier Prozent auf 41,595 Euro verlieren. Die beiden Großaktionäre haben gut neun Monate nach dem Börsengang ein weiteres Aktienpaket des Wohnungskonzerns im Volumen von rund 300 Millionen Euro auf den Markt geworfen.

          Deutsche Anleihen wenig verändert

          Der deutsche Anleihemarkt tendiert vor der Veröffentlichung des amerikanischen Arbeitsmarktberichtes kaum verändert. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 1 Basispunkt auf 139,92 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future verliert 1 Basispunkt auf 124,32 Prozent. Trotz des Falls
          unter die Marke von 140 Prozent sei keine Abwärtsdynamik aufgekommen, sagt ein Händler. Möglicherweise handele es sich um ein Fehlsignal. Sollte der Arbeitsmarktbericht etwas schwächer ausfallen als erwartet, dürfte der Bund-Future die 140er-Marke schnell zurückerobern.

          Eurokurs leicht gefallen

          Der Kurs des Euro ist am Dienstag vor der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichtes leicht gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung war im frühen Handel 1,3670 Dollar wert. Im asiatischen Handel hatte sie noch 1,3681 Dollar gekostet.

          Nach Einschätzung der Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) dürfte ein besser als erwartet ausfallender Arbeitsmarktbericht den Euro nicht nachhaltig belasten. Solange nicht klar sei, wie sich der Verwaltungsstillstand auf den Arbeitsmarkt auswirke, dürfte die amerikanische Notenbank auf eine Drosselung ihrer Anleihekäufe verzichten.

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