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Markteinblick : Deutsche Aktien wenig verändert

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Die deutschen Aktien tendieren am Montag wenig verändert gegenüber dem Rekordstand vom Freitag.

          Der Dax notiert am Montagmorgen 0,1 Prozent niedriger bei 8858 Punkten. Am Freitag hatte das Börsenbarometer bei 8.865,10 Punkten auf einem weiteren Rekordhoch geschlossen. Der marktbreite F.A.Z.-Index legt dagegen 0,1 Prozent auf 1874 Zähler zu.

          Nachdem die zumindest vorübergehende Lösung des amerikanischen Haushaltsstreits den Aktienmärkten weltweit Auftrieb verliehen hatte, halten Experten auf dem Rekordniveau zunächst eine Konsolidierung für möglich. Der Konflikt sei nicht gelöst, sondern nur ins nächste Jahr verschoben, sagt Analyst Wolfgang Albrecht von der Landesbank Baden-Württemberg. Bis zum Jahresende stünden die Ampeln an den Börsen aber insgesamt auf grün - Verkaufsdruck dürfte an den Märkten kaum aufkommen.

          Die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten waren derweil freundlich, auch in Asien und besonders in China zeigten die Kurstafeln überwiegend grün. Unternehmensnachrichten rücken laut Albrecht mit der aufziehenden Berichtssaison nun wieder in den Fokus der Anleger.

          Einen guten Tag haben SAP, deren Kurs nach der Vorlage des Zwischenberichts um 4,7 Prozent steigt. Die Währungsschwäche in Asien hat das Wachstum des Softwarekonzerns im dritten Quartal zwar deutlich gebremst, die Anleger zeigten sich aber dennoch zufrieden. „Die Zahlen sind mehr oder weniger so wie erwartet“, sagt ein Händler. Offenbar hätten einige Investoren mit einer negativen Überraschung gerechnet und die sei ausgeblieben.

          Auf der Verliererseite stehen Deutsche Bank mit einem Abschlag von 1,6 Prozent. In der Affäre um mögliche Zinsmanipulationen sollen laut einem Zeitungsbericht etwa 50 Mitarbeiter in den kommenden Wochen befragt werden - auf Wunsch mit Rechtsanwalt.

          Deutscher Rentenmarkt knapp behauptet

          Etwas leichter ist der Anleihenmarkt in die neue Handelswoche gestartet. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 10 Basispunkte auf 139,95 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 6 Basispunkte auf 124,35 Prozent.

          Die Marktstrategen der DZ-Bank verweisen darauf, dass diese Woche geballt amerikanische Konjunkturdaten das Geschehen an den Anleihemärkten beeinflussen werden. Nachdem die amerikanischen Staatsangestellten mit dem fehlenden Haushalt zunächst in den Zwangsurlaub geschickt worden waren, werden nun die ausgefallenen Daten nachgeliefert.

          So steht für Dienstag der Arbeitsmarktbericht für den Monat September auf der Agenda. Die DZ-Bank geht davon aus, dass die zeitweise Schließung des Verwaltungsapparates nur geringfügige Auswirkungen auf den September-Arbeitsmarktbericht zeigen wird. Erst für Oktober sei aufgrund einer nicht durchgehenden Befragung mit Verzerrungen zu rechnen.

          Eurokurs kaum verändert

          Der Kurs des Euro hat sich am Montag im frühen Handel kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3670 Dollar gehandelt. Nach den Euro-Kursgewinnen der vergangenen Tage sehen Experten weiteres Aufwärtspotential. Vor allem die erwartet anhaltend lockere amerikanische Geldpolitik hatte den Dollar zuletzt belastet. So halten die Devisenexperten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) einen Anstieg des Euro auf bis zu 1,3840 Dollar für möglich. Der Yen tendiert zum Euro bei 134,30 deutlich schwächer, zum Dollar mit 98,04 Yen ebenfalls. In Japan hat sich das Exportwachstum verlangsamt. Zudem hatte der Notenbankgouverneur des Landes seine Bereitschaft zu einer geldpolitischen Lockerung bekräftigt.

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