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Markteinblick : Deutsche Aktien mit Abgaben

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnet am Donnerstag vor den anstehenden Notenbank-Entscheidungen Abschläge.

          Am Aktienmarkt herrscht am Donnerstag vor der EZB-Zinsentscheidung eine nervöse Grundstimmung. Volkswirte rechnen mehrheitlich zwar nicht damit, dass die Banker den Leitzins unter das im November erreichte Rekordniveau von 0,25 Prozent senken werden. Einige Ökonomen fordern allerdings weitere Maßnahmen der Notenbanker gegen Deflationsrisiken und die Kreditklemme in einigen südeuropäischen Euro-Ländern.

          Der Dax gibt 0,3 Prozent auf 9465 Punkte nach, der marktbreite F.A.Z.-Index hält sich mit einem leichten Minus bei 1996 Punkten deutlich besser. Celesio verlieren mehr als 6 Prozent. Der amerikanische Konzern McKesson will im Ringen um die Übernahme des Pharmahändlers seine Kaufofferte angeblich um 50 Cent auf 23,50 Euro je Aktie aufstocken. Das nahmen die Anleger mit Enttäuschung auf, die auf mehr spekuliert und so dem Kurs Auftrieb verliehen hatten. Am Mittwoch hatten die Titel 9,3 Prozent fester bei 24,50 Euro geschlossen.

          Rentenmarkt blickt auf die Notenbanken

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Donnerstag knapp behauptet. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 2 Basispunkte auf 139,52 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future ebenfalls 2 Basispunkte auf 124,58 Prozent.

          Das Geschehen wird auch hier durch die Notenbankentscheidungen bestimmt. Am Primärmarkt versteigern in einem günstigen Umfeld Spanien und Frankreich langlaufende Staatsanleihen.

          Euro geht vor EZB-Sitzung auf Erholungskurs

          Der Euro hat sich vor dem EZB-Zinsentscheid am Donnerstag erholt. Die Gemeinschaftswährung notiert mit 1,3593 Dollar deutlich über dem am Vortag erreichten Ein-Monats-Tief von 1,3552 Dollar. Starke amerikanischen Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft hatten Spekulationen auf eine weitere Straffung der amerikanischen Geldpolitik geschürt und dem Greenback Rückenwind verliehen. Bislang will die amerikanischen Notenbank Fed ihr Anleiheankaufprogramm nur im Schongang zurückfahren - seit Jahresbeginn wurde das monatliche Ankaufvolumen um zehn auf 75 Milliarden Dollar gedrosselt.

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