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„Magdeburg spielt fair“ : Bischöfin kickt bei Fußballturnier

  • Aktualisiert am

Bischöfin und Fußballstar Ilse Junkermann Bild: dpa

Aus der Frau Bischöfin wird wohl kein Boateng. Aber sie kickt auch. Wenn es für einen guten Zweck ist.

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          Mit einem Fußballturnier wollen Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für Toleranz und Fairen Handel werben. Bei dem Turnier „Magdeburg spielt fair“ am Samstag treffen 16 Freizeitmannschaften freundschaftlich aufeinander, kündigte Oberbürgermeister Lutz Trümper (parteilos) am Montag an. Beteiligt seien Studenten- und Flüchtlingsteams sowie Gruppen aus Sozialvereinen und Gewinner des Also-Cups, einem Präventionsprojekt gegen Gewalt.

          Trümper hat zusammen mit Landesbischöfin Ilse Junkermann die Schirmherrschaft übernommen. Sie vollzieht auch um 15 Uhr den Ehrenanstoß für das Turnier im Stadion der Bauarbeiter. Zu einem Team gehören sieben Spieler. Der Sieger wird durch Trümper mit einem Pokal geehrt.

          Gespielt wird mit Bällen, die unter der Dachmarke des Fairen Handels in Pakistan hergestellt wurden. Die Näherinnen dort erhalten den Angaben zufolge höhere Löhne für ihre Arbeit, als von den großen Sportartikelherstellern üblicherweise gezahlt werden. Mit dem Turnier solle auch auf Völkerverständigung und die Begegnung mit Migranten aufmerksam gemacht werden, sagte Hans-Joachim Döring, EKM-Beauftragter für Entwicklungsarbeit und Mitinitiator.

          Organisiert wird das Turnier von der Arbeitsgemeinschaft Fairer Handel beim städtischen Umweltamt und dem Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der EKM. Geplant ist auch ein Rahmenprogramm mit Informationsständen zum Fairen Handel und den Workshop „Fußbälle selbst genäht“.

          Fairer Handel trage dazu bei, dass Produzenten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können, betonten Stadt und EKM. Zudem seien im Fairen Handel ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit verboten.

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