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Hewlett-Packard : Kein letztes Hurra

Kein glanzvoller Abschied: Vor der Abspaltung in zwei Unternehmen legt Hewlett Packard ein mäßiges Ergebnis vor. Bild: Reuters

Kurz nach seiner Aufspaltung in zwei Teile legt der amerikanische Technologiekonzern noch einmal einen Quartalsbericht in seiner alten Form vor. Es war alles andere als glanzvoll.

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          Hewlett-Packard meldet sich noch einmal in seiner alten Form zurück. Vor wenigen Wochen hat sich der amerikanische Technologiekonzern in zwei Teile aufgespalten, aber jetzt wurde noch einmal ein Quartalsbericht für das kombinierte Unternehmen vorgelegt. Es war ein alles andere als glanzvoller Abschied, denn einmal mehr hat HP einen deutlichen Umsatzrückgang ausgewiesen. Aber zumindest für eines der beiden neuen Unternehmen wurden optimistische Töne angeschlagen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Anfang dieses Monats wurden aus HP zwei separate börsennotierte Unternehmen. Die neue HP Inc. umfasst die bei Endverbrauchern bekanntesten Geschäfte mit Personalcomputern und Druckern. Hewlett Packard Enterprises (HPE) bündelt Aktivitäten, die vor allem auf Unternehmenskunden abzielen. Dazu gehören Netzwerkrechner (Server) und Datenspeichersysteme, Dienstleistungen und Software. Meg Whitman, die Vorstandschefin des vormals kombinierten Konzerns, führt jetzt nur noch HPE. Sie hofft, dass die Trennung zwei Unternehmen entstehen lässt, die fokussierter und flexibler im Markt agieren können als dies im gemeinsamen Verbund möglich war. „Es ist einfach leichter, ein kleineres Unternehmen zu sein,“ sagte sie am Tag der Aufspaltung.

          Für das letzte Geschäftsjahr als gemeinsamer Konzern, das am 31. Oktober zu Ende ging, meldete HP nun einen Umsatzrückgang um 7 Prozent auf 103,4 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt hätte es ein Minus von 2 Prozent gegeben. Im Schlussquartal fiel der Umsatz um 9 Prozent auf 25,7 Milliarden Dollar und lag damit unter der von Analysten vorgegebenen Zielmarke von 26,4 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sank um ein Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 93 Cent war um 4 Cent niedriger als erwartet.

          Die Zahlen hatten sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Börsenkurse der beiden HP-Abkömmlinge: Der Aktienkurs der HP Inc. verlor am Dienstag nachbörslich zeitweise mehr als 7 Prozent, dagegen schaffte HPE ein Plus von 2 Prozent. Dabei hatte sich seit der Aufspaltung die Aktie der HP Inc. besser geschlagen. Der Quartalsbericht legt allerdings den Schluss nahe, dass die Aussichten für HPE rosiger sind. Zwar fielen auch hier die Umsätze um 4 Prozent, allerdings hätte es währungsbereinigt ein Wachstum gegeben. Whitman sprach daher in einer Mitteilung von einem „sehr starken Start“ für HPE.

          In deutlich schwächerer Verfassung präsentierte sich dagegen das PC- und Druckergeschäft der HP Inc., das im vergangenen Quartal ein Umsatzminus von 14 Prozent erlitt. Dies ist ein weiteres Indiz, dass das in diesem Sommer herausgekommene Betriebssystem Windows 10 von Microsoft dem PC-Markt bislang noch keinen großen Schub gegeben hat. Auch die Aussichten sind trübe: Die Gewinnprognose blieb unter den Erwartungen, und Vorstandsvorsitzender Dion Weisler sagte in einer Telefonkonferenz, er erwarte auch in den kommenden Quartalen ein schwieriges Marktumfeld.

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