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Lohnerhöhungen in Nippon : Japans Beamte bekommen nach 7 Jahren mehr Geld

Japans Beamte werden ihren Spaß an mehr Geld haben Bild: dpa

Nach sieben Jahren bekommen Japans Beamte wohl wieder mal mehr Geld. Ein Schritt mehr zu mehr Inflation, die das Land so nötig braucht.

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          Japans Staatsdiener sollen nach einer sieben Jahre währenden Durststrecke erstmals wieder eine Gehaltserhöhung bekommen. Wie die „Ständige Behörde“ am Donnerstag in Tokio mitteilte, sollen die Gehälter um 0,27 Prozent, die Bonuszahlungen um 0,15 Prozent im Monat steigen. Es wird erwartet, dass der Vorschlag von der Regierung übernommen wird. Im Schnitt steigen die Gehälter der öffentlich Bediensteten damit aufs Jahr gerechnet um 1,2 Prozent. In Japan sind Beamte oft besser bezahlt als Angestellte privater Unternehmen. Im Schnitt verdienen sie im Jahr 6,618 Millionen Yen (rund 50.000 Euro).

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Nach Jahren einer leichten Deflation aus leicht sinkenden Preisen – und Löhnen – versucht die Bank von Japan die Wirtschaft des Landes mit einer extrem lockeren Geldpolitik zu mehr Wachstum zu bewegen. Dazu hat sie sich bis 2015 ein Inflationsziel von 2 Prozent gesetzt. Vor allem wegen der stark gestiegenen Energiekosten und der Preise für Importwaren, die wegen des schwachen Yen teurer werden, ist die Inflation auf rund 1,5 Prozent gestiegen.

          Zudem hat Japan die Mehrwertsteuer zum 1. April von 5 auf 8 Prozent erhöht. Die Löhne sind dagegen im Juni im Schnitt lediglich um 0,4 Prozent gestiegen – auch wenn Exportunternehmen mit starken Gewerkschaften mehr als 2 Prozent aushandelten. Real sinken die Einkommen der meisten japanischen Haushalte damit spürbar. Die Regierung hofft nun auf die Bonuszahlungen im Sommer, damit es zu den von Regierungschef Shinzo Abe geforderten Lohnerhöhungen kommt.

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