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Konnichiwa aus Tokio : Sharp sucht Eigenkapital

Tokio mit dem Fuji Bild: AFP

Für Sharp wird es besser: der vierte Quartalsgewinn in Folge nach dem Beinahe-Kollaps steht an. Geld braucht der Konzern dennoch und das gefällt den Anlegern nicht.

          Der finanziell angeschlagene japanische Elektronikkonzern Sharp plant offenbar, seine Eigenkapitalbasis über eine Emission stärken. Das Unternehmen plant nach Informationen, die am Donnerstag in Tokio bekannt wurden, auf diesem Weg bis zu 150 Milliarden Yen (rund 1,1 Milliarden Euro) einzunehmen.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Zudem sei es möglich, dass rund 150 Millionen Euro über eine Aktienzuteilung an Geschäftspartner wie Lixil, Makita and Denso eingesammelt würden, hieß es. In Tokio wird erwartet, dass in der kommenden Woche auf einer Vorstandsitzung über die nächsten Schritte entschieden wird. Sharp wollte zunächst keine Stellung nehmen. An der Börse kamen die Pläne nicht gut an: Der Kurs der Sharp-Aktie brach um sechs Prozent ein.

          Sharp stand um die Jahreswende kurz vor dem finanziellen Kollaps. Nur der Einstieg des amerikanischen Partners Qualcomm und des südkoreanischen Wettbewerbers Samsung sowie Kredite der Hausbanken mit einem Volumen von 4,6 Milliarden Dollar retteten den Traditionshersteller. Trotzdem muss der in Osaka ansässige Konzern noch Lücken in seinem Pensionsplan stopfen.

          Sharp fertigt unter anderem Displays für Apple. Vor allem auf dem LCD-Markt kämpft der Konzern mit scharfer Konkurrenz. Zuletzt lief es allerdings wieder besser. Es wird damit gerechnet, dass der Konzern bald seinen vierten Quartalsgewinn in Folge bekanntgeben wird.

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