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Konnichiwa aus Tokio : Der Smartphone-Boom hilft Japan

  • Aktualisiert am

Tokio mit dem Fuji Bild: AFP

Auch wenn japanische Smartphones auf dem Weltmarkt keine Rolle spielen - ohne Teile aus dem Land der aufgehenden Sonne bleiben sie alle stumm.

          Unter den Smartphone-Anbietern spielen die japanischen Elektrokonzerne auf den Weltmärkten keine große Rolle mehr. Unternehmen wie Sony , Panasonic oder Sharp liegen weit hinter ihren Wettbewerbern wie dem südkoreanischen Samsung-Konzern oder Apple aus Amerika zurück.

          Trotzdem profitiert die japanische Wirtschaft vom weltweiten Smartphone-Boom mehr, als allgemein bekannt ist. Ohne Zubehör aus Japan könnten weder Samsung noch Apple ihre Produkte auf dem technischen Niveau anbieten, das die Kunden von ihnen erwarten.

          Japanische Zulieferer wie Murata, Kyocera, TDK, Nidec oder Nitto Denko, deren Namen außerhalb Japans kaum bekannt sind, haben nach neuen, am Dienstag in Tokio veröffentlichten Zahlen ihren Umsatz im vergangenen Quartal um 16 Prozent auf 1,09 Billionen Yen erhöht.

          Zulieferer-Aktien im Aufwind

          Japanische Unternehmen werden als Zulieferer für Smartphones wegen ihres hohen technischen Standards nach Ansicht von Marktbeobachtern weiter an Bedeutung gewinnen. Sie sind Weltmarktführer für die Technik, die Samsung und Co benötigen, um ihre immer kleiner und immer leistungsfähiger werdenden Smartphones zu bauen. Unternehmen aus dem Land der aufgehenden Sonne liefern derzeit rund die Hälfte der Zubehörteile für technisch anspruchsvolle Smartphones.

          Analysten erwarten, dass der Markt auch in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Von 2,2 Milliarden Geräten, die in diesem Jahr verkauft werden, soll der Umsatz bis 2017 auf mehr als 4 Milliarden Smartphones steigen. Das schlägt sich auch im Aktienkurs der japanischen Zulieferer nieder. So hat sich der Kurs der Smartphone-Zulieferers Murata in einem Jahr von 4500 Yen auf mehr als 7800 Yen gesteigert.

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