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Konjunktur in Deutschland : Frühjahrsgutachten im Blickpunkt

  • -Aktualisiert am

Die Sonne über Frankfurts Skyline. Bild: Fricke, Helmut

Die Konjunktur ist freundlich. Das gemeinsame Gutachten der Forschungsinstitute soll besser ausfallen als die Prognosen der Regierung. Dagegen gibt es von Unternehmensseite Dämpfer.

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          Richtungsweisend dürfte heute in Deutschland die Veröffentlichung des Frühjahrsgutachtens sein. Die führenden Forschungsinstitute erwarten im kommenden Jahr einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Nach 0,8 Prozent im laufenden Jahr gehen die Ökonomen in ihrem Frühjahrsgutachten für 2014 von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent aus.

          Voraussetzung für die Erholung ist aber eine weitere Eindämmung der Euro-Staatsschuldenkrise. Die Ökonomen sind damit optimistischer als die Bundesregierung, die mit 0,4 Prozent (2013) und 1,6 Prozent (2014) kalkuliert. Das Gutachten wird heute in Berlin offiziell vorgestellt.

          Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erfuhr, äußern die Ökonomen Kritik am Krisenmanagement der Euro-Retter. Es gebe noch kein langfristig tragfähiges Konzept zur Stabilisierung der Staatsfinanzen. Sie warnten vor einer falsch konstruierten „Bankenunion“, bei der einige schwächere Länder nur darauf hofften, Geld von den solideren Ländern für ihre maroden Geldhäuser zu erhalten.

          Dämpfer von deutschen Unternehmen

          Die deutschen Börsen nehmen es auch erst einmal freundlich, der Dax legt 0,3 Prozent auf 7523 Punkte zu. Am Nachmittag dürften dann die amerikanischen Konjunkturdaten ein Rolle spielen. Vor allem die Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Phili Fed Indikator werden Beachtung finden. Bis dahin dürften die Verluste vom Vortag  teilweise wieder ausgeglichen werden, obwohl es von deutschen Unternehmen schon vor Börseneröffnung Dämpfer gab. So reduzierte der Autozulieferer SGL Carbon seine Gewinnprognose und der Solar-Konzern Solarworld gab am Vorabend schon bekannt, dass das Grundkapital des Unternehmens aufgebraucht sei. Das sorgt für deutliche Kursabschläge: Bei SGL sind es 5  Prozent, bei Solarworld mehr als ein Drittel.

          An den zuletzt turbulenten Rohstoffmärkte gibt es derzeit eher wenig Bewegung. Das gilt auch für den Euro und die Rentenmärkte, die wie der Dax auf die Konjunkturdaten warten.

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