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Im fremden Pelz : Bärin wurde 22 Jahre lang für einen Bär gehalten

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Bärin Hanna, vormals Bär Hannes Bild: dpa

Geschlechter-Malheur im Bärengehege: Bärin „Hanna“ lebte 22 Jahre als „Hannes“. Berliner Tierexperten deckten die Verwechslung auf. Der Bärin ist das aber egal. Sie schläft lieber.

          Eine Bärin hat 22 Jahre in Tierparks als Männchen unter dem Namen „Hannes“ gelebt und ist jetzt „enttarnt“ worden. Von nun an höre sie auf den Namen „Hanna“, sagte die Leiterin des Bärenwaldes Müritz in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch. Entpuppt hatte sich das Geschlechter-Malheur bei einer gründlichen Untersuchung.

          Experten des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung Berlin sahen sich die 160 Kilo schwere „Hanna“ ganz genau an, weil sie kurz zuvor in ein neues Bärengehege umgezogen war. Dabei stellten die verdutzten Fachleute fest: Der in Sachsen-Anhalt geborene Bär ist in Wirklichkeit eine große Bärin.

          „Das kann passieren, das Tier wurde 1992 in einem Zoo in Sachsen-Anhalt geboren und nur dort untersucht“, sagte ein Sprecher des Tierparks Wolgast. Die Ursache für die Verwechslung sei wohl „menschliches Versagen“ gewesen. Bei Bären sei es ohnehin nicht so ganz einfach, das Geschlecht zu bestimmen.

          Gelitten hat „Hanna“ unter dem Leben im fremden Pelz offenbar nicht. Sie sei jetzt nur etwas müde, aber das komme wohl eher vom Umzugsstress. Entspannung ist aber schon ganz nah: An diesem Sonntag soll die Bärin bei einem Frühlingsfest in ein großes Gehege gelassen werden.

          Der Bärenwald Müritz wurde 2006 eröffnet. In dem Waldgelände können die Tiere Höhlen graben, in Teichen baden und lange unterdrückte Instinkte ausleben. Pro Jahr kamen zuletzt rund 70 000 Bärenliebhaber.

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