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Hypothekenbetrug : JP Morgan räumt regelmäßige Täuschung ein und zahlt 13 Milliarden Dollar

  • Aktualisiert am

Teure Erbschaften Bild: REUTERS

Wie erwartet zahlt JP Morgan wegen des Schwindels mit Hypotheken eine Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar. Laut Staatsanwaltschaft hat die amerikanische Bank Fehlverhalten eingeräumt. JP Morgan bestreitet das.

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          Die amerikanische Großbank JPMorgan hat in dem Streit um dubiose Hypothekengeschäfte im Vorfeld der Finanzkrise 2007/2008 umfangreiches Fehlverhalten eingeräumt und sich zur Zahlung von 13 Milliarden Dollar verpflichtet. Mitarbeiter der Bank hätten regelmäßig und wissentlich Produkte an Investoren verkauft, die von schlechterer Qualität gewesen seien als angegeben, teilte die amerikanische Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

          „Ohne Zweifel hat das hier aufgedeckte Verhalten dazu beigetragen, die Saat für den Kollaps an den Hypothekenmärkten zu legen“, sagte Justizminister Eric Holder. Vier Milliarden Dollar aus dem Vergleich muss JP Morgan indirekt an seine Kunden weitergeben, etwa in Form von vergünstigten Krediten.

          JP Morgan habe im Rahmen der Einigung eingeräumt, die Öffentlichkeit in großem Umfang hinters Licht geführt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mit der Einigung sei nun die Rekordstrafe unter Dach und Fach.

          JP Morgan wurden Gesetzesverstöße beim Verkauf von Wertpapieren und Immobilienkrediten vorgeworfen, die von 2005 bis 2007 und damit aus Zeiten vor der Finanzkrise stammen. Finanzchefin Marianne Lake erklärte am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz hingegen, die Bank habe in dem Vergleich keinerlei Gesetzesverstöße eingeräumt.

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