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Hello aus New York: Roland Lindner : Ein Dämpfer von Marissa Mayer

  • Aktualisiert am

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Das wird wohl nix mehr mit Yahoo: Auch die gefeierte Chefin des Unternehmens legt nun schlechte Zahlen vor. Auch sonst gibt es Dämpfer.

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          Ist die Euphorie um Marissa Mayer nun vorbei? Unter der im vergangenen Juli angetretenen Vorstandsvorsitzenden wurde der amerikanische Internetkonzern Yahoo zum Börsenliebling. In den vergangenen sechs Monaten kletterte der Aktienkurs um 50 Prozent. Yahoo schien sich nach langem Schrumpfkurs stabilisiert zu haben und schaffte im Schlussquartal 2012 zumindest wieder leichtes Umsatzwachstum.

          Aber am Dienstag nach Börsenschluss kam der Dämpfer. Yahoo erlitt im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 7 Prozent. Das angestammte Geschäft mit grafischer Displaywerbung musste sogar ein zweistelliges Umsatzminus hinnehmen. Die Zahlen könnten die Aktie von Yahoo am Mittwoch unter Druck bringen. Schon im nachbörslichen Handel am Dienstag gab es ein Kursminus von 4 Prozent.

          Intel kann auch nicht begeistern

          Alles andere als berauschend waren auch die ebenfalls am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen des Halbleiterkonzerns Intel, der ein Umsatzminus von 3 Prozent meldete. Das Unternehmen leidet unter der Schwäche des Marktes für klassische Personalcomputer wie Laptops und Desktop-Rechner. In den Wachstumsgebieten wie Tabletcomputern und Smartphones ist Intel dagegen mit seinen Mikroprozessoren bisher noch wenig vertreten. Die Zahlen von Intel lagen aber im Rahmen der Erwartungen, und der Aktienkurs bewegte sich nachbörslich kaum.

          Was Intel am Dienstag noch immer nicht ankündigte, ist ein neuer Chef.  Im November hatte der Konzern bekannt gegeben, dass Vorstandsvorsitzender Paul Otellini seinen Posten als Vorstandsvorsitzender bei der nächsten Aktionärsversammlung im Mai niederlegen wird. Bis dahin ist nicht mehr viel Zeit, und ein Nachfolger ist bis heute nicht benannt. Intel hatte damals mitgeteilt, dass sowohl interne als auch externe Kandidaten für die Nachfolge von Otellini in Frage kommen.

          Am Dienstag hatten sich die amerikanischen Finanzmärkte von den dramatischen Kursverlusten zum Wochenbeginn erholt. Der Dow-Jones-Index legte um 158 Punkte oder 1,1 Prozent auf 14757 Punkte zu. Der S&P 500 stieg um 1,4 Prozent auf 1575 Punkte, an der Nasdaq gab es ein Plus von 1,5 Prozent auf 3265 Punkte. Am Montag hatten alle drei Indizes die bisher größten Tagesverluste in diesem Jahr hinnehmen müssen.

          Besser als erwartete Quartalszahlen der beiden Dow-Komponenten Coca-Cola und Johnson & Johnson sowie positive Konjunkturdaten halfen den Kursen am Dienstag. Ein Ausreißer war die Bank Goldman Sachs, deren Aktienkurs nach der Vorlage des Quartalsberichts 2 Prozent an Wert verlor. Die Zahlen waren zwar unter dem Strich besser als erwartet, allerdings zeigte Goldman Sachs im Handelsgeschäft Schwächen. Die New York Stock Exchange und die Nasdaq gedachten am Dienstag zum Handelsbeginn mit einer Schweigeminute der Opfer der Bombenanschläge in Boston.

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