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Guten Morgen aus Frankfurt: Martin Hock : Hoffen auf Chinas Nachfrage

  • Aktualisiert am

Die Sonne über Frankfurts Skyline. Bild: Fricke, Helmut

Während der Streit um das Atomendlager in die hoffentlich letzte Runde geht, hoffen die Börsen auf eine hohe Nachfrage aus China und dass der Exportrückgang im Februar Episode bleibt.

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          Atomkraft ist in Deutschland schon lange ein Streitthema. Am Dienstag will die Politik in Berlin endlich ein Stück weiterkommen. Bundesumweltminister Peter Altmaier hat die Ministerpräsidenten der Bundesländer und die Chefs der Bundestagsfraktionen zu einem „abschließenden Bund-Länder-Gespräch“ über ein atomares Endlager eingeladen. Ziel ist die Verständigung auf einen Entwurf für ein Endlagersuchgesetz, das noch vor der Sommerpause beschlossen werden könnte. Fünf mögliche Stätten stehen angeblich zur Debatte, kosten soll die Suche angeblich mehr als zwei Milliarden Euro, schreibt der „Spiegel“. Auch der umstrittene Salzstock in Gorleben ist weiter dabei.

          Die Finanzmärkte interessiert das dagegen wenig. Sie erfreuen sich viel mehr an den niedrigen Inflationsdaten aus China. Das könnte ja nicht zuletzt den deutschen Export stützen, weil China seine Nachfrage nicht dämpfen muss. Der Dax legt 0,4 Prozent auf 7694 Punkte zu.

          Die Eröffnung der amerikanischen Berichtssaison durch den Aluminiumkonzern Alcoa wird auch positiv bewertet. Das treibt auch den Kurs der Thyssen-Krupp-Aktie an, obwohl der Konzern sich aus dem Rohstoffgeschäft zunehmend verabschiedet. Indes fiel der Kurs der Alcoa-Aktien im nachbörslichen Handel in Amerika um 1,4 Prozent.

          Dass der deutsche Export im Februar überraschend zurückgegangen ist, schlägt sich nicht nieder. Sollten die anstehenden Daten zu den  Großhandelslagerbestände in den Vereinigten Staaten positiv ausfallen, könnte es ein guter Tag werden.

          Deutsche Anleihen sind entsprechend weniger gefragt. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 22 Basispunkte auf 145,86 Prozent. Die Niederlande versteigern zwanzigjährige Schuldtitel, am Geldmarkt treten Griechenland und der Rettungsfonds ESM in Erscheinung. Der Euro hält sich derweil über 1,30 Dollar, nachdem in Amerikas und Japans Zentralbanken die Zeichen weiter auf Lockerung stehen.

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