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Greetings from Washington : JP Morgan Chase soll Strommärkte manipuliert haben

Das Kapitol in Washington Bild: AP/dpa

Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase soll rund 400 Millionen Dollar Strafe bezahlen, weil sie die Strommärkte manipuliert haben soll.

          Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase soll durch mehrere unangemessene Handelsmethoden die Preise für Strom in Kalifornien und im mittleren Westen manipuliert und in die Höhe getrieben haben. Die Vorwürfe erhebt der Energieregulierer Federal Energy Regulatory Commission (Ferc). JP Morgan Chase wollte die Vorwürfe, die den Zeitraum von September 2010 bis Juni 2011 betreffen, nicht kommentieren.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Nach amerikanischen Medienberichten soll wahrscheinlich schon an diesem Dienstag eine Einigung bekanntgegeben werden, in dem der Regulierer weitere Untersuchungen wegen der Vorwürfe gegen die Zahlung von rund 410 Millionen Dollar einstellen wird. JP Morgan Chase hatte vergangene Woche überraschend angekündigt, sich aus dem Handel mit Energierohstoffen zurückzuziehen, und sucht einen Käufer für diese Aktivitäten.

          Der Energiemarktregulierer hatte in diesem Monat schon die britische Barclays-Bank wegen ähnlicher Vorwürfe mit einer Strafe von 470 Millionen Dollar belegt. Barclays hatte angekündigt, dagegen gerichtlich vorzugehen.

          Die Vorwürfe gegen JP Morgan Chase kommen zu einer Zeit, in der in den Vereinigten Staaten politisch heftig diskutiert wird, ob den Investmentbanken die in den neunziger Jahren gewährte Erlaubnis entzogen werden soll, als Händler am Rohstoffmarkt aktiv sein zu dürfen. Den Banken wird vor allem von links orientierten demokratischen Senatoren vorgeworfen, Knappheiten und erhöhte Preise hervorzurufen. Die Notenbank und Aufsichtsbehörde Federal Reserve prüft derzeit diese Erlaubnis.

          Vor der Sitzung des Offenmarktausschusses am Dienstag und Mittwoch gaben die Börsenindizes an der Wall Street am Montag nach. Der Dow Jones Index verlor 0,24 Prozent auf 15522 Punkte. Der S&P-500-Index schloss 0,37 Prozent im Minus bei 1685 Punkten. Der Nasdaq-Index verlor 0,39 Prozent auf 3599 Punkte.

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