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Greetings from New York: Norbert Kuls : Apple verliert gegen Samsung

  • Aktualisiert am

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Apple bleibt unter Druck: Im Patentkrieg mit dem Rivalen Samsung verlor der Konzern jetzt auch ein Verfahren in seinem Heimatland.

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          Dem amerikanischen Elektronikkonzern Apple droht in seinem Heimatmarkt ein Verkaufsstopp für ältere Modelle des populären Handys iPhone und des Tabletcomputers iPad. Das ist die mögliche Konsequenz eines Patentstreits zwischen Apple und seinem koreanischen Konkurrenten Samsung.

          Samsung hatte Apple vorgeworfen, ein Patent für Mobilfunktechnologie verletzt zu haben. Die Internationale Handelskommission der Vereinigten Staaten hat Samsung jetzt überraschend Recht gegeben und einen Importstopp für die fraglichen Produkte in Amerika verfügt. Das könnte den Verkauf in den Vereinigten Staaten behindern, weil die Geräte in China hergestellt werden. Apple will in Berufung gehen. Zudem hat der amerikanische Präsident das Recht, innerhalb der kommenden 60 Tage ein Veto gegen die Entscheidung einzulegen.

          Bisher haben sich die Präsidenten aus solchen Dingen aber weitgehend herausgehalten. Samsung und Apple waren in der Vergangenheit enge Geschäftspartner, haben sich zuletzt aber gegenseitig mit Patentklagen überzogen. Die neuesten Generationen von iPhone und iPad werden von der Entscheidung nicht berührt.

          Nach Angaben von Apple entfällt die Hälfte des weltweiten Umsatzes auf das iPhone. In Amerika werden aber weniger als ein Drittel der insgesamt verkauften internetfähigen Smartphones abgesetzt. Wie viel Umsatz Apple mit älteren Modellen macht, ist nicht bekannt.

          Die Fed macht die Börse nervös

          Der Aktienkurs von Apple fiel am Dienstag um leichte 0,3 Prozent auf 449 Dollar, bevor die Entscheidung der Handelskommission nach Börsenschluß bekannt wurde. Der breitgefasste Aktienindex S&P 500 fiel um 0,6 Prozent auf 1631 Punkte, der Dow Jones ging um 0,5 Prozent auf 15178 Punkte zurück.

          Der Aktienmarkt ist von einer gewissen Nervosität geprägt, weil die Debatte über ein mögliches Ende der extrem lockeren Geldpolitik an Fahrt aufnimmt. Ökonomen der Deutschen Bank halten eine Reduzierung der Anleihenkäufe durch die Notenbank Fed schon ab September für möglich. Die Fed erwirbt derzeit monatlich Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar, um die langfristigen Zinsen zu drücken.

          Warren Buffett ist teurer als Apples Tim Cook

          Antworten auf diese Fragen erhoffen sich wohl auch die Leute, die derzeit für ein Mittagessen mit dem berühmten Investor Warren Buffett bieten. Im vergangenen Jahr hatte die Auktion mehr als 3,4 Millionen Dollar für einen guten Zweck gebracht. Nach den ersten beiden Tagen der bis Freitagabend laufenden Auktion lag das Höchstgebot schon bei mehr als 700.000 Dollar – und stach damit die 610.000 Dollar aus, die im vergangenen Monat jemand für einen Kaffeekranz mit Tim Cook geboten hatte, den Vorstandsvorsitzenden von Apple.

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