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Greetings aus Washington : JP Morgan Chase soll mehr als 700 Millionen Dollar zahlen

Das Kapitol in Washington Bild: AP/dpa

Die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC zeigt ihre Muskeln. Nach Medienberichten soll die Großbank JP Morgan Chase für Fehlverhalten im Fall des Londoner Wals eine Strafe von mehr als 700 Millionen Dollar zahlen – und Fehler zugestehen.

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          Die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC zeigt ihre Muskeln - passend zum fünften Jahrestag des Höhepunkts der Finanzkrise. Nach amerikanischen Medienberichten stehen die SEC und andere Aufseher kurz davor, im Fall des sogenannten Londoner Wals der größten amerikanischen Bank JP Morgan Chase & Co. in einem Vergleich eine Strafe von 700 Millionen Dollar und mehr aufzuerlegen. Die Bank würde zugleich Fehlverhalten eingestehen. Für die SEC unter der neuen Vorsitzenden Mary Joe White wäre das ein großer Prestigegewinn. White hatte angekündigt, dass sie Vergleiche häufiger mit einem Schuldbekenntnis abschließen möchte statt mit der der zuvor üblichen Formel, dass eine Bank Fehlverhalten weder eingesteht noch abstreite.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Amerikanische Aufseher werfen JP Morgan unzureichende interne Kontrollen und die Veröffentlichung falscher Informationen vor. Die Fehlspekulation in der Londoner Dependence der Bank hatte JP Morgan 2012 einen Verlust von 6 Milliarden Dollar gebracht.

          Die Einigung mit der SEC und anderen Aufsichtsbehörden wäre für JP Morgan der erste Schritt aus dem Wal-Fiasko. Doch laufen auch noch Ermittlungen etwa der Börsenaufsicht CFTC in Chicago und des amerikanischen Justizministeriums.

          Am Montag wurde zugleich bekannt, dass eine große Jury in New York gegen zwei Händler der Bank im Mittelpunkt des Skandals Anklage erhoben hat. Den Angeklagten Javier Martin-Artajo und Julien Grout, die sich in Europa aufhalten, wird vorgeworfen, Verluste in Millionenhöhe durch zu überhöhten Preisen ausgewiesene Derivate verschleiert zu haben.

          Summers’ Rückzug aus dem Fed-Wettbewerb erfreut die Wall Street

          Derweil wurde an den amerikanischen Börsen der Rückzug von Lawrence Summers aus dem Wettbewerb um den künftigen Vorsitz der Notenbank Federal Reserve positiv aufgenommen. Als Favoritin gilt nun die Fed-Vizevorsitzende Janet Yellen. Ein Regierungssprecher deutete an, dass Präsident Barack Obama seinen Kandidaten für den Posten in dieser Woche nicht mehr vorstellen werde. Die Fed berät an diesem Dienstag und am Mittwoch über die Geldpolitik und darüber, ob sie die Anleihekäufe verringern soll.

          Der Dow-Jones-Index schloss 0,8 Prozent im Plus bei 15.495 Punkten. Der S&P-500-Index endete 0,6 Prozent im Plus bei 1698 Punkten. Der Nasdaq-Index verlor 0,12 Prozent auf 3718 Punkte.

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