https://www.faz.net/-gqe-7kmrr

Greetings aus Washington : Bilanz der Fed überschreitet 4 Billionen Dollar

Das Kapitol in Washington Bild: AP/dpa

4 Billionen und 17,3 Billionen Dollar: Diese beiden Zahlen spiegeln die wirtschaftspolitische Debatte in Amerika wider. 4 Billionen beträgt die Bilanz der Fed, 17,6 Billionen Dollar die Bundesschuld.

          1 Min.

          Die Bilanz der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve hat erstmals die Marke von 4 Billionen Dollar überschritten. Nach Angaben der Fed betrug die Bilanzsumme am vergangenen Mittwoch exakt 4,008 Billionen Dollar. Damit hat die Bilanz sich im Vergleich zu vor der Finanzkrise mehr als vervierfacht.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Darin spiegeln sich weitgehend die drei Runden der quantitativen Lockerung wider, in denen die Federal Reserve Staats- und Hypothekenanleihen kaufte, um die langfristigen Zinsen ein wenig zu drücken. Erst am Mittwoch hatte die Fed beschlossen, von Januar an die Ankäufe von 85 Milliarden auf 75 Milliarden Dollar im Monat zu drosseln.

          Allein das Volumen der Staatsanleihen im Besitz der Fed hat sich von knapp 800 Millionen Dollar vor der Krise auf zuletzt 2,2 Billionen Dollar vergrößert. Damit hält die Fed mehr Staatsanleihen als die Volksrepublik China, die nach Angaben des Finanzministeriums in Washington rund 1,3 Billionen Dollar Schuldtitel der amerikanischen Regierung hält.

          Die Schuldtitel, die die Fed aufgekauft und damit monetisiert hat, entsprechen rund 12,7 Prozent der gesamten Bundesschuld der Vereinigten Staaten von derzeit rund 17,3 Billionen Dollar. Finanzminister Jacob Lew mahnte am Donnerstag in einem Brief an den Kongress, dass ohne eine Anhebung der Schuldengrenze die Bundesregierung wohl Ende Februar/Anfang März nicht mehr alle Verpflichtungen erfüllen könne. Die Schuldengrenze liegt derzeit bei 16,7 Billionen Dollar, doch fallen nicht alle Bundesschulden darunter. Trotz des gerade gefundenen Kompromisses zur Finanzierung der Regierung in den kommenden beiden Fiskaljahren droht mit der notwendigen Anhebung der Schuldengrenze der nächste Fiskalkrach in Washington.

          Weitere Themen

          Gefangen im Zinstal

          FAZ Plus Artikel: F.A.Z. exklusiv : Gefangen im Zinstal

          Die jährliche Zinsumfrage der F.A.Z. fällt eindeutig aus: Die Renditen der Bundesanleihen werden negativ bleiben. Auch in den Vereinigten Staaten dürften die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau verharren.

          NRA beantragt Gläubigerschutz Video-Seite öffnen

          Waffenlobby : NRA beantragt Gläubigerschutz

          Die einflussreiche Waffenlobbyorganisation National Rifle Association geht in den Konkurs. Damit will die NRA nach eigenen Angaben einem drohenden Auflösungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft an ihrem Sitz in New York entgehen

          Topmeldungen

          Marylyn Addo und ihr Team arbeiten an einem Corona-Impfstoff.

          Forscherin Addo im Interview : „Ich erwarte im Frühjahr eine Entspannung“

          Infektiologin Marylyn Addo forscht mit ihrem Team selbst an einem Corona-Impfstoff, hat dabei aber gerade einen Rückschlag erlebt. Im Interview spricht sie über ihre Arbeit, mangelnde Impfbereitschaft, Virus-Mutationen und Lockdown-Effekte.

          Nach Laschets Wahl : Der knappe Sieg des Merkelianers

          Der künftige CDU-Vorsitzende Armin Laschet steht nun vor zwei Herausforderungen. Zum einen muss er Friedrich Merz einbinden, zum anderen seine Umfragewerte verbessern. Nur dann dürfte er Kanzlerkandidat werden.
          Das Symbol für Ethereum

          Digitalwährung Ether : Besser als Bitcoin

          Alle Welt ist im Bitcoin-Rausch. Dabei gibt es eine Alternative, die viel interessanter ist: Ether. Doch was macht die Digitalwährung so besonders?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.