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Greetings aus New York : Weiter shoppen am „Cyber Monday“

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Das Weihnachtsgeschäft in Amerika läuft auf Hochtouren. Die Bilanz für das Wochenende ist gemischt. Nun richtet sich der Blick auf den Online-Handel.

          Die Konsumparty geht weiter. Seit dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag und dem darauf folgenden „Black Friday“ läuft das Weihnachtsgeschäft in Amerika auf Hochtouren, und am Montag richtet sich der Blick auf den Online-Handel. Es ist „Cyber Monday“, seit einiger Zeit der umsatzstärkste Tag des Jahres für amerikanische Internethändler. Das gute Geschäft an dem Tag wurde oft damit begründet, dass Amerikaner nach einem langen Feiertagswochenende am Montag wieder ins Büro zurückkehren und von ihren dortigen Computern aus einkaufen. Zwar dürften Amerikaner immer weniger auf ihren Bürocomputer angewiesen sein, zumal in einer Zeit, in der immer mehr Menschen ständig ein Smartphone bei sich tragen. Dennoch hat sich der „Cyber Monday“ seine Spitzenposition im Online-Handel erhalten.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Aber auch in den vergangenen Tagen wurde schon rege online eingekauft. So stiegen nach Erhebungen des Technologiekonzerns IBM die Umsätze im Online-Handel am „Black Friday“ gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent. Fast 22 Prozent der Online-Umsätze kamen von Bestellungen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tabletcomputern. Interessant dabei: Verbraucher informieren sich zwar beim Online-Shopping offenbar bevorzugt auf Smartphones als auf Tablets, aber den eigentlichen Kaufvorgang wickeln sie dann doch lieber über die größeren Tablets ab. Nach IBM-Erhebungen standen Smartphones am Freitag für 25 Prozent der Seitenaufrufe und Tablets für 14 Prozent. Zum Online-Umsatz trugen Smartphones aber nur 7 Prozent bei, während Tablets bei 14 Prozent lagen.

          Insgesamt erlauben die ersten Erhebungen über das Geschäft in den vergangenen Tagen aber noch kein eindeutiges Bild. Das Marktforschungsinstitut Shoppertrak meldete, dass die Umsätze im stationären Einzelhandel am Donnerstag und am Freitag um 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Dagegen teilte der Einzelhandelsverband National Retail Federation mit, dass Amerikaner am gesamten Wochenende zwischen Donnerstag und Sonntag etwa 3 Prozent weniger ausgegeben haben als im Vorjahr.

          Die Zahlen sind noch kein zuverlässiger Gradmesser, wie das gesamte Weihnachtsgeschäft am Ende ausfallen wird. In den vergangenen Jahren gelang zwar oft ein glänzender Start, dafür hielten sich die Verbraucher in den Wochen danach zurück.

          Die Wall Street lieferte am Freitag ein gemischtes Bild ab. Der Dow-Jones-Index rutschte um 11 Punkte auf 16086 Punkte, und der S&P 500 fiel um einen Punkt auf 1806 Punkte. Dagegen konnte der Index der Technologiebörse Nasdaq um 15 Punkte auf 4060 Punkte zulegen. Auch im Wochenvergleich war die Nasdaq der klare Gewinner. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 schafften jeweils einen leichten Zuwachs um 0,1 Prozent, der Nasdaq-Index kletterte um 1,7 Prozent.

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