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Greetings aus New York : Energieaktien beflügeln Kurse an Wall Street

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Die Syrienkrise bleibt weiter das wichtigste Thema an den amerikanischen Aktienmärkten. Bei sommerlich geringen Umsätzen reagieren Börsianer sensibel auf steigende Ölpreise.

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           Die Syrienkrise und der sich abzeichnende Militärschlag der Vereinigten Staaten gegen das Regime in Damaskus hat am Mittwoch zum dritten Tag in Folge die Börsentendenz an der Wall Street bestimmt.  Nach den deutlichen Verlusten am Montag und Dienstag schlossen die Aktienmärkte diesmal aber leicht im Plus.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Die unsichere politische Lage im Nahen Osten führte zu steigenden Ölpreisen, was sich wiederum positiv auf die Aktienkurse von Energiekonzernen wie Exxon Mobil oder Chevron auswirkte. Syrien ist zwar kein großer Ölproduzent. Händler fürchten aber, dass eine mögliche Eskalation des Konfliktes in der Region zu einer Angebotsverknappung führen könnte.

          Getrieben von Energiewerten legte der Aktienindex S&P 500 um 0,3 Prozent auf 1635 Punkte zu. Der Dow Jones stieg um ebenfalls 0,3 Prozent auf 14825 Punkte. Die Energietitel im S&P 500 hatten um durchschnittlich 1,8 Prozent an Wert gewonnen. „Die Märkte sind plötzlich wegen Syrien erwacht, obwohl das schon lange Zeit ein Thema ist“, sagte Frances Hudson, Anlagestrategin beim Vermögensverwalter Standard Life Investments gegenüber dem „Wall Street Journal“.

          Urlaubswoche

          Da viele Börsianer sich die Woche vor dem langen Labor-Day-Wochenende freigenommen haben, war der Handel von niedrigen Umsätzen geprägt. In Washington wird erwartet, dass Präsident Barack Obama innerhalb einer Woche eine bis zu dreitägige Kampagne von Luftangriffen auf syrische Ziele anordnen wird. Nach dem vermuteten Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Armee geht es der amerikanischen Regierung jetzt um Bestrafung und Abschreckung.

          Der S&P 500 hat seit seinem Rekordhoch von Anfang August insgesamt um 4,4 Prozent nachgegeben. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass die Notenbank Fed ihre bisherigen Anleihekäufe von monatlich 85 Milliarden Dollar noch in diesem Jahr reduzieren wird.

          Die Fed wollte mit den Anleihekäufen die langfristigen Zinsen niedrig halten, um so die amerikanische Konjunktur zu stimulieren. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed, der die geldpolitische Richtung bestimmt, wird Mitte September stattfinden. Ende der kommenden Woche, am 6. September, werden die Arbeitsmarktdaten für den August veröffentlicht.

          Das könnte einen wichtigen Hinweis auf die Überlegungen der Fed geben, weil die Notenbanker unter Führung von Ben Bernanke das Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik von wirtschaftlichem Wachstum abhängig machen.

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