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Geschäftszahlen : Siemens will für Milliarden Euro Aktien zurückkaufen

  • Aktualisiert am

Die Zukunft ist keine Einbahnstraße: Siemens-Niederlassung in Berlin Bild: REUTERS

Die ersten Geschäftszahlen unter dem neuen Siemens-Chef Joe Kaeser sind mäßig. Um die Aktionäre bei Laune zu halten, kündigt der Konzern ein großes Aktienrückkaufprogramm an.

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          Nach einem turbulenten Jahr mit gekappten Gewinnprognosen gibt sich der Elektrokonzern Siemens für das neue Geschäftsjahr vorsichtiger. Der neue Vorstandschef Joe Kaeser will im Geschäftsjahr 2013/14 den Gewinn je Aktie um 15 Prozent auf mindestens 5,84 Euro je Anteilsschein steigern, wie er in Berlin sagte. Dafür müsse der Umsatz auf vergleichbarer Basis aber das Vorjahresniveau erreichen.

          Der Auftragseingang soll dabei höher liegen als die Erlöse. Im Schlussquartal war der Umsatz um ein Prozent auf 21,17 Milliarden Euro gesunken, so viel büßte auch der Auftragseingang ein. Organisch legten beide Größen aber leicht zu.

          Siemens verzichtet anders als früher aber auf ein konkretes Margenziel. Denn die Absatzmärkte würden „herausfordernd“ bleiben, vor allem für  kurzzyklische Geschäfte wie der Industrieautomatisierung, wo der Konzern „keine Erholung bis spät im Geschäftsjahr“ erwartet.

          Für die Aktionäre brachte Kaeser gute Nachrichten mit zu seiner ersten Bilanzvorlage als Siemens-Chef: Der Konzern will in den nächsten Jahren Aktien im Wert von bis zu 4 Milliarden Euro zurückkaufen. Außerdem schlägt der Vorstand trotz eines gesunkenen Überschusses abermals eine Dividende von 3,00 Euro vor.

          Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr hat Siemens 4,2 Milliarden Euro Gewinn eingefahren und damit trotz eines Rückgangs um 9 Prozent seine zuvor gekappte Jahresprognose von 4 Milliarden Euro eingehalten.

          Nach der letzten gekürzten Prognose hatte der frühere Finanzchef Kaeser im Sommer Peter Löscher als Siemens-Chef abgelöst. Im Geschäftsjahr 2012/13 hatte das Sparprogramm Siemens 2014 insgesamt für 1,3 Milliarden Euro Belastungen gesorgt - damit dürfte der Großteil der Kosten abgedeckt sein.

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