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Geschäft bedroht : McDonald’s muss abspecken

McDonald's braucht eine Diat. Bild: dpa

Erstmals seit 40 Jahren schließt die Schnellrestaurantkette in Amerika mehr Filialen als sie eröffnet. Und nicht nur das: In seiner Not experimentiert der Burger-Brater jetzt sogar mit Grünkohl.

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          Als McDonald’s verkündete, man werde mit Grünkohl als Frühstücksbeilage herumexperimentieren, muss vielen klar geworden sein, dass es dem Unternehmen wirklich schlecht geht. Grünkohl ist in den Vereinigten Staaten aus schwer nach vollziehbaren Gründen zu einem unverzichtbaren Gemüse geworden für jene, die für Progressivität und gesunde Lebensart stehen.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Wie ernst die Lage für McDonald’s ist, zeigt die Entscheidung des Unternehmenschef Steve Easterbrooks, die Zahl der Restaurants in den Vereinigten Staaten zu verringern. Es soll mehr Schließungen als Neueröffnungen geben. McDonald’s wollte nicht im Detail verraten, wie viele Restaurants im Mutterland des Konzerns  betroffen sind. Das Unternehmen hat in den Vereinigten Staaten, die Betriebe der Franchise-Nehmer mitgerechnet, 14.300 Niederlassungen.

          Angriff von zwei Seiten

          Das Unternehmen hat seinen alten Zauber eingebüßt: Der Angriff kommt von zwei Seiten. Die Ketten Chipotle und Panera werben erfolgreich mit Speisen ohne künstliche Zusatzstoffe. Das Fleisch kommt von gesunden Tieren, die nicht mit Antibiotika aufgezogen wurden. Das kommt an beim jüngeren Publikum und besonders bei Frauen.

          Die anderen Gegner attackieren McDonald’s im Kerngeschäft: Five Guys und Shake Shack braten wuchtige reichhaltige Hamburger, die zwar teuer sind, aber dafür aber nach richtigem Fleisch schmecken.  Noch sind die Ketten klein, Five Guys hat 1000 Filialen, Shake Shack 63, aber sie strengen sich mächtig an, Shake Shack strebt an die Börse. Das finden wiederum Männer gut.              

          Der Brite Easterbrook übernahm die Führung des McDonald’s Konzerns im März nach einem der schlimmsten Geschäftsjahre, die das Unternehmen je erlebt hat. Er denkt nicht nur an Gemüse. Er hat jetzt einen Sirloin-Premium-Burger ins Programm genommen.

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