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Öl-Branche : Mega-Fusion gegen Preisverfall?

  • -Aktualisiert am

Der amerikanische Bohrfeldausrüster Halliburton will den Konkurrenten Baker Hughes kaufen Bild: AFP

Die fallenden Ölpreise fordern ihren Tribut. Nun will der amerikanische Bohrfeldausrüster Halliburton offenbar den Konkurrenten Baker Hughes kaufen. Damit ließen sich viele Kosten sparen.

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          Der Aktienkurs des drittgrößten amerikanischen Bohrfeldausrüsters Baker Hughes schoss am Donnerstag im späten Handel an der New Yorker Börse um 15 Prozent in die Höhe. Der Kurs reagierte auf eine Meldung des „Wall Street Journal“, das von einem Kaufinteresse des Branchenzweiten Halliburton erfahren hatte. Genaue Preisvorstellungen wurden nicht bekannt, aber am Ende der Börsensitzung war Baker Hughes fast 27 Milliarden Dollar wert. Nach Börsenschluss bestätigte das Unternehmen „vorläufige Gespräche“ mit Halliburton über einen Zusammenschluss, die aber nicht zwingend zu einer Transaktion führen müssten.

          Norbert Kuls
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Wie andere Energieunternehmen leiden Bohrfeldausrüster unter den schwachen Rohstoffpreisen. Allein am Donnerstag waren die Ölpreise um weitere fast 4 Prozent gefallen. In den vergangenen Monaten waren die Preise von mehr als 100 Dollar je Barrel (159 Liter) auf weniger als 80 Dollar abgesackt. Das sorgt für Druck auf die Ausrüster, wenn Mineralölkonzerne deswegen die Produktion zurückfahren oder bessere Konditionen von ihren Zulieferern verlangen. Halliburton und Baker Hughes, deren Geschäft sich stark überlappt, könnten nach einer Fusion von Kostensenkungen profitieren.

          Pionier beim Fracking

          Der Preisverfall ist eine Konsequenz der globalen Wirtschaftsschwäche und der steigenden Produktion in den Vereinigten Staaten mit der Fracking-Methode. Halliburton gilt als Pionier von Fracking und ist einer der führenden Ausrüster für diese Bohrtechnik, bei der Schiefergestein aufgebrochen wird. Marktführer der Branche würde selbst bei einer Fusion von Halliburton und Baker Hughes, die eine genaue Prüfung vor allem durch internationale Kartellbehörden auslösen dürfte, der Konzern Schlumberger bleiben. Gemeinsam kommen Halliburton und Baker Hughes auf einen Börsenwert von rund 74 Milliarden Dollar. Schlumberger hat eine Marktkapitalisierung von 128 Milliarden Dollar.

          Die Fusion wäre einer größten Transaktionen in der Energiebranche in jüngster Zeit. Seit 1995 hat es nach Angaben des Informationsdienstes Dealogic weltweit nur 11 Einergie-Fusionen im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar gegeben

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