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Facebook kauft Whatsapp : Mark Zuckerbergs Mega-Deal

Auffällig hoch ist die Gebühr, die für den Fall ausgehandelt wurde, dass die Transaktion platzt, etwa wenn die Kartellbehörden ihre Zustimmung verweigerten. Dann würden zwei Milliarden Dollar fällig, davon jeweils die Hälfte in bar und in Aktien.

Umsätze sollen keine Priorität haben

Wie hoch die bisherigen Umsätze von Whatsapp sind, ist nicht bekannt, aber sie dürften nur bei einem Bruchteil des mit Facebook ausgehandelten Kaufpreises liegen. Denn Whatsapp macht sein Geschäft nur mit den überschaubaren Jahresgebühren, und das Unternehmen hat sich stets kategorisch dagegen ausgesprochen, auch mit Werbung Geld zu verdienen. Das soll auch so bleiben, wie Whatsapp am Mittwoch auf seinem Firmenblog schrieb: „Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass absolut keine Anzeigen Eure Kommunikation unterbrechen.“ Koum sagte zudem in der Telefonkonferenz, Umsätze würden nach der Übernahme durch Facebook allgemein nicht die oberste Priorität haben. Auch Zuckerberg sagte, Facebook gehe es vor allem darum, die Nutzergemeinde auszuweiten und er sehe Whatsapp auf einem „klaren Pfad“ dazu, eine Milliarde Mitglieder zu haben: „Die Angebote, die diesen Meilenstein erreichen, sind alle unglaublich wertvoll,“ sagte der Facebook-Chef, wohl um den hohen Preis zu rechtfertigen.

Zuckerberg versprach, Whatsapp solle auch nach der Übernahme unabhängig geführt werden, und die Marke werde erhalten bleiben, ähnlich wie nach dem Zukauf von Instagram. Tatsächlich agiert Instagram zumindest in der Öffentlichkeit weiter mit eigenständiger Identität. Anders als im Fall von Instagram und dessen Chef Kevin Systrom soll aber Jan Koum auch einen Sitz im Verwaltungsrat von Facebook bekommen. Facebook will nach eigener Aussage neben Whatsapp auch seinen eigenen Kurzmitteilungsdienst Messenger weiter betreiben.

Facebook-Aktie gibt nach

Die Wall Street reagierte nicht allzu begeistert auf das Übernahmevorhaben, womöglich wegen des hohen Preises. Der Aktienkurs von Facebook verlor nach Bekanntwerden der Akquisition zunächst 5 Prozent an Wert, erholte sich aber im weiteren Verlauf wieder etwas. Freilich hatte die Facebook-Aktie zuvor im regulären Handel ein neues Allzeithoch von 68,06 Dollar erreicht. Der Kurs notiert damit heute weit über dem Ausgabepreis von 38 Dollar beim pannenreichen Börsengang des Unternehmens im Jahr 2012. Facebook hat die Wall Street zuletzt mit einer Reihe von guten Ergebnissen überzeugt. In seinem jüngsten Quartalsbericht im Januar meldete das Unternehmen das stärkste Umsatzwachstum seit dem Börsengang.

Wie die „New York Times“ schrieb, wurde die Akquisition in der vergangenen Woche am Valentinstag besiegelt. Koum sei zu Zuckerberg nach Hause gekommen, als er gerade mit seiner Frau Priscilla zu Abend gegessen habe. Über den Preis habe man sich beim Dessert geeinigt – Erdbeeren mit Schokoladenglasur.

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