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Weitere Nachrichten : EZB akzeptiert griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit

  • Aktualisiert am

Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main Bild: dpa

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit sieht in der geplanten Mindestlohn-Erhöhung kein Risiko für den Arbeitsmarkt. Tokios Börse notiert vor dem Brexit-Referendum leicht im Plus.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) will griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit akzeptieren. Ab dem 29. Juni solle eine entsprechende Sonderregelung erneut in Kraft treten, teilte die Notenbank am Mittwoch in Frankfurt mit. Sie begründet die Entscheidung mit der Verpflichtung des Landes auf das Programm des Europäischen Rettungsschirms (ESM). Man gehe davon aus, dass die Auflagen erfüllt werden.

          Die EZB darf eigentlich keine griechischen Anleihen akzeptieren, weil sie von allen Ratingagenturen als "Ramsch" bewertet werden. Für die griechischen Banken ist die Annahme griechischer Staatsanleihen durch die EZB jedoch wichtig, weil sie die Tür für günstigeres Zentralbankgeld öffnet. Bisher werden griechische Geldhäuser durch spezielle Notkredite (ELA) über Wasser gehalten, die sie mehr kosten als herkömmliches Zentralbankgeld.

          Aus Kreisen der griechischen Zentralbank (Bank of Greece) hieß es am Mittwochabend, die Entscheidung aus Frankfurt bedeute, dass die griechischen Banken 400 bis 500 Millionen Euro sparen könnten. Sie würden sich Geld mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent statt bislang 1,55 Prozent für die ELA-Kredite leihen können.

          Außerdem wird die Annahme griechischer Staatstitel den dortigen Banken die Teilnahme an den neuen Langfrist-Krediten der EZB eröffnen. Deren Verzinsung hängt von der Kreditvergabe durch die Banken ab und kann im Extremfall negativ sein.

          Eine Entscheidung, ob auch griechische Anleihen im Rahmen ihres Anleihekaufprogramms erworben werden können, sei noch nicht getroffen worden, teilte die EZB mit. Man wolle zunächst die Schuldentragfähigkeit überprüfen. Derzeit kauft die EZB im Kampf gegen die aus ihrer Sicht zu niedrige Inflation monatlich Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro.(dpa-AFX)

          IAB sieht in Mindestlohn-Erhöhung kein Risiko für den Arbeitsmarkt

          Die geplante Erhöhung des Mindestlohns um voraussichtlich drei Prozent stellt nach Experten-Einschätzung kein Risiko für den Arbeitsmarkt dar. „Der deutsche Arbeitsmarkt ist in einer soliden Verfassung. In sehe daher nicht, dass die geplante moderate Anpassung des Mindestlohns zu steigender Arbeitslosigkeit führt“, sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, der Deutschen Presse-Agentur. Das IAB ist das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA). (dpa)

          Tokios Börse vor Brexit-Referendum leicht im Plus

          Die Börse in Japan hat am Donnerstag wenige Stunden vor Beginn des Brexit-Referendums in Großbritannien etwas fester tendiert. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte stieg bis zum frühen Nachmittag um knapp 0,5 Prozent auf 16.143 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte 0,4 Prozent auf 1289 Zähler zu. Anleger waren nach Angaben von Analysten vorsichtig optimistisch, dass die Briten für einen Verbleib in der Europäischen Union stimmen würden. Deshalb werde auch ein Anstieg an den Märkten erwartet, sagte Isao Kubo von Nissay Asset Management. Aber genau könne man erst am Freitag wissen, wie die Abstimmung ausging. Daher hielten sich auch einige Investoren zurück.

          Zu den Gewinnern zählten Exportwerte. Toyota -Aktien stiegen 0,4 Prozent, Honda notierten 1,5 Prozent höher.

          Das britische Pfund kletterte im fernöstlichen Devisenhandel zwischenzeitlich auf 1,4847 Dollar und damit auf den bislang höchsten Stand in diesem Jahr. Am frühen Nachmittag tendierte es in Tokio bei 1,4796 Dollar. Der Euro stieg um 0,4 Prozent auf 1,1340 Dollar. Der Dollar kostete 104,59 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9584 Franken je Dollar und bei 1,0875 Franken je Euro. (Reuters)

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