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Exklusiv in der F.A.Z. : Staatsanwälte nehmen auch Middelhoff ins Visier

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Bild: F.A.Z.

Der frühere Bertelsmann- und Arcandor-Chef Thomas Middelhoff ist nun ebenfalls in den Blick der Staatsanwälte geraten, die gegen frühere Top-Manager der Deutschen Bank wegen des Verdachts auf Prozessbetrug ermitteln.

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          Staatsanwälte nehmen auch Middelhoff ins Visier

          Der frühere Bertelsmann- und Arcandor-Chef Thomas Middelhoff ist nun ebenfalls in den Blick der Staatsanwälte geraten, die gegen frühere Top-Manager der Deutschen Bank wegen des Verdachts auf Prozessbetrug ermitteln. Middelhoff wurde im Zuge der Ermittlungen gegen Rolf-Ernst Breuer, Josef Ackermann, Clemens Börsig, Tessen von Heydebreck – und neuerdings auch den Ko-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen – zweimal von der Münchner Anklagebehörde als Zeuge vernommen. Nach Informationen der F.A.Z. prüfen die Strafverfolger nun auch gegen ihn eine Anklage. Middelhoff sollte dort über das legendäre „Kanzlergespräch“ vom Januar 2002 aussagen. Damals beriet er mit dem damaligen Regierungschef Gerhard Schröder (SPD) und dem später verstorbenen Eigentümer der WAZ-Mediengruppe, Erich Schumann, über die Zukunft des kurz danach pleite gegangenen Konzerns von Leo Kirch, dem mittlerweile ebenfalls verstorbenen Medienunternehmer. Die Frage ist, ob – wie Kirch und seine Erben behaupten – die Bank damals eine Zerschlagung des Film- und Fernsehimperiums im Sinn hatte, um am Verkauf von Konzernteilen und an einem Beratungsauftrag zu verdienen.

          Vermögensexperte rät: Finger weg von geschlossenen Fonds

          Geschlossene Fonds sind eine schwierige Anlageform. Das schreibt der Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau in München, Andreas Beck, in einem Beitrag für die F.A.Z. Wenn es um imposante Frachtschiffe, strahlende Hochhäuser und ethisch korrekte Windräder gehe, gelte: „Je bunter das Marketing und je höher die Vertriebsprovisionen, desto mehr lohnt es sich aber, vor dem Kauf eines Anlageproduktes ein paar grundlegende Sachverhalte zu bedenken.“ Entsprechende Projekte könnten zwar durchaus erfolgreich sein. Auch mit geschlossenen Fonds hätten Anleger schon hohe Renditen erzielen können. „Doch für Branchenfremde und aus der Ferne sind sie grundsätzlich nicht bewertbar“, so Becks Fazit.

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