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Exklusiv in der F.A.Z. : Litauen sieht sich nun für den Euro gerüstet

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Bild: F.A.Z.

Der Antrag von Litauen, dem Euroraum 2006 beizutreten, kam zu früh. Das haben Litauens Finanzminister Rimantas Sadzius und Notenbankchef Vitas Vasiliauskas gegenüber der F.A.Z. eingeräumt. Nun werde das Land aber seiner EU-Mitgliedschaft gerecht.

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          Litauen sieht sich nun für den Euro gerüstet

          Litauens Finanzminister Rimantas Sadzius und Notenbankchef Vitas Vasiliauskas haben im Gespräch mit der F.A.Z. eingeräumt, dass der Antrag des Landes zum Beitritt zur Euroraum 2006 zu früh kam. „Damals haben wir nur darauf geachtet, dass wir die Konvergenzkriterien nominal so eben einhalten, und es hat nicht geklappt. Jetzt hat sich unsere Wirtschaft auch real dem Euroraum so angenähert, dass wir reif für den Beitritt sind“, sagte Vasiliauskas. Sadzius ließ durchblicken, es sei im Nachhinein gut gewesen, dass sein Land die Finanz- und Euro-Krise außerhalb der Währungsunion durchgestanden hat. Freilich hat Litauen die Krise voll mitbekommen, denn die Landeswährung Litas ist seit 2002 an den Euro gekoppelt. Sein Land habe intern abwerten und die Staatsausgaben stark kürzen müssen. 2006 hatte Litauen als erster baltischer Staat seinen Beitritt zum Euroraum beantragt und war bei der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) abgeblitzt, weil die Inflationsrate zu hoch war und nicht den Maastrichter Konvergenzkriterien entsprach. Mittlerweile sind die beiden baltischen Nachbarn Estland und Lettland Mitglied der Währungsunion. Litauen will es nun zum Jahresbeginn 2015 auch schaffen.

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          Ein chinesischer Eigentümer, deutsch geprägte Manager, schwedische Tradition: Volvo hat sich zum ernsthaften Rivalen der deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Daimler gemausert. Seit dem Verkauf der Marke durch Ford an den chinesischen Autokonzern Geely im Jahr 2010 hat sich einiges zum Besseren gewendet, wie die F.A.Z. berichtet. Unter der Führung des neuen Vorstandsvorsitzenden Hakan Samuelsson, der das Unternehmen seit eineinhalb Jahren leitet, hat Volvo wieder Fahrt aufgenommen. Die Bilanz für 2013, die Volvo an diesem Freitag vorlegt, wird mindestens eine schwarze Null zeigen. In China hat der Absatz im Jahr 2013 um die Hälfte zugelegt auf mehr als 60000 Exemplare. Samuelsson, ehemals Chef des Lastwagenkonzerns MAN, bläst zum Angriff. „Zum ersten Mal seit langer Zeit sind wir wieder eine ganz eigenständige Firma und machen unsere ganz eigenen Autos“, sagte Samuelsson bei einem Treffen in Frankfurt. Er spielte damit auf die Jahre an, die Volvo unter der Ägide des amerikanischen Ford-Konzerns erfolglos vor sich hin dümpelte. Davon hat sich Volvo nun endgültig emanzipiert. Kürzlich haben die schwedischen und chinesischen Entwicklungsingenieure die erste gemeinsame Fahrzeugarchitektur fertiggestellt. Darauf wird der neue große Geländewagen XC 90 basieren, der auf dem Pariser Autosalon im Herbst Weltpremiere feiert und Ende 2014 auf den Markt kommt.

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