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Exklusiv in der F.A.Z. : Axel Nawrath im Gespräch für den Chefposten der L-Bank

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Axel Nawrath Bild: KfW

Axel Nawrath ist Vorstand der KfW, aber sein Vertrag wurde nicht verlängert - jetzt ist er für die Spitze der L-Bank im Gespräch. Der Hedgefonds Elliot erwägt den Einzug in den Aufsichtsrat von Celesio.

          Im März kommenden Jahres wird Axel Nawrath aus dem Vorstand der staatlichen Förderbank KfW ausscheiden, weil sein Vertrag im Juli dieses Jahres nicht verlängert wurde. Nach Informationen der F.A.Z. soll der 59 Jahre alte Jurist dann neuer Vorstandsvorsitzender der baden-württembergischen L-Bank werden. Sie ist mit einer Bilanzsumme von rund 70 Milliarden Euro die zweitgrößte Förderbank Deutschlands. Der Vertrag des amtierenden Vorstandsvorsitzenden der L-Bank, Christian Brand, endet im Juli kommenden Jahres. Die grün-rote Landesregierung hat einen Berater mit der Personalsuche beauftragt. Es sind wohl auch andere Namen genannt worden, Nawrath gilt derzeit aber als Favorit. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte der F.A.Z.: „Vor 2014 wird es keine Gremienentscheidung mehr geben, wir können nichts bestätigen.“

          Hedgefonds Elliot erwägt den Einzug in den Aufsichtsrat von Celesio

          Der schon weit fortgeschrittene Verkauf des deutschen Pharmagroßhändlers Celesio an den amerikanischen Konzern McKesson könnte noch scheitern. Der Grund: Dem an dem Stuttgarter Unternehmen insgesamt zu mehr als 25 Prozent beteiligten amerikanischen Hedgefonds Elliot ist der Preis von 23 Euro je Aktie oder insgesamt 6,1 Milliarden Dollar zu niedrig. „Es gibt nur noch zwei realistische Möglichkeiten: Entweder der Preis wird erhöht, oder wir suchen gemeinsam mit dem Großaktionär Haniel einen neuen Käufer“, sagte der zuständige Elliot-Portfoliomanager der F.A.Z. 
Er könne sich auch vorstellen, Celesio aufzuspalten. Das würde bedeuten, dass das Großhandelsgeschäft an einen strategischen Bieter verkauft wird - etwa den amerikanischen McKesson-Wettbewerber Cardinal - und das Apothekengeschäft an einen anderen Käufer, vorzugsweise einen Finanzinvestor. Ausschließen wolle man auch nicht, dass ein Elliot-Vertreter in den Aufsichtsrat von Celesio einziehe.

          Amerikas Regierung verkauft letzte Anteile an General Motors

          Erstmals seit der Finanzkrise wirtschaften alle drei großen Autobauer der Vereinigten Staaten wieder ohne direkten Einfluss der Regierung in Washington. Am Montag hat die Bundesregierung ihre letzten Aktienanteile am Autohersteller General Motors verkauft. Der Rückzug aus GM kennzeichnet einen Schlusspunkt, aber nicht das Ende der Rettung der Automobilwirtschaft auf Kosten des Steuerzahlers, zumal sich aus dem Verkauf ein Verlust von 10 Milliarden Dollar errechnet. Das berichtet die F.A.Z. Die Rettung von Chrysler hat ebenfalls mehr als 1 Milliarde Dollar gekostet. Die amerikanische Regierung ist noch an weiteren Unternehmen der Branche beteiligt. Das Finanzministerium verweist darauf, dass es nie Sinn des Herauspaukens gewesen sei, Gewinn zu erzielen, sondern den Verlust von – in den Worten von Präsident Barack Obama – einer Million Arbeitsplätze zu verhindern. Manche Ökonomen berechnen, dass der Nutzen dieses Bail-outs die Kosten weit überwiegt.

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