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Euro-Krise : Slowenien fürchtet, Rettungskandidat zu werden

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Demnächst auch unter dem Euroschirm? Bild: REUTERS

Slowenien fürchtet, unter dem Druck der Finanzmärkte zum Kandidaten für den Euro-Rettungsschirm zu werden. Das sagte der Präsident der sozialdemokratischen Regierungspartei.

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          Slowenien fürchtet zum Kandidaten für den Euro-Rettungsschirm zu werden. Auf die Frage, ob das Land Finanzhilfen benötigen könnte, sagte am Dienstag Igor Luksic, Präsident der Sozialdemokraten und damit der zweitgrößten Partei in der drei Wochen alten Regierungskoalition in einem Reuters-Interview: „Es ist immer möglich, aber nicht unsere erste Option. Ich habe Angst vor einem organisierten Druck der Finanzmärkte, dem wir nicht standhalten können“.

          Slowenien könne aber ein Rettungspaket vermeiden. „Wir haben zwei Milliarden Euro an Reserven, die freigesetzt werden können“, ergänzte er mit Blick auf die Bestände der Zentralbank. Bis September verfüge Slowenien über ausreichende Finanzmittel. Die Regierung wolle so schnell wie möglich Anleihen begeben.

          OECD warnt: Bankensanierung könnte teurer werden

          Slowenien droht tiefer in die Schuldenkrise zu geraten. Die OECD warnte das Euro-Land am Dienstag vor höheren Kosten zur Sanierung des angeschlagenen Bankensektors. Die Regierung könnte den Finanzbedarf dazu deutlich zu niedrig angesetzt haben. Doch trotz der bedrohlichen Schieflage der Banken ist Slowenien nach Ansicht der OECD derzeit kein heißer Anwärter auf den Euro-Rettungsschirm. „Die Regierung dieses Landes hat es bislang geschafft, ihren Finanzbedarf ohne Schwierigkeiten zu decken“, betonte OECD-Vizechef Yves Leterme in der Hauptstadt Ljubljana. Das sei zwar nur zu relativ hohen Kosten gelungen. Ein „unmittelbarer Bedarf“ für Rettungshilfen sei aber nicht zu sehen.

          Die OECD sieht Slowenien allerdings auch dieses Jahr in der Rezession: Die Wirtschaftsleistung soll um 2,1 Prozent schrumpfen. Zugleich sagt sie dem Land eine rasant steigende Staatsverschuldung voraus. Die Schuldenstandsquote dürfte von 47 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2025 auf 100 Prozent der Wirtschaftsleistung anschwellen, sollte sich die Regierung nicht zu neuen Reformen durchringen.

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