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Rohstoffe : Ein riesiger Ölfund in Texas

Ölpumpe in Texas. Bild: AP

Ein weniger bekannter Ölkonzern vermeldet eine große Entdeckung: Drei Milliarden Faß Öl und sehr viel Erdgas soll das Vorkommen aufweisen. Es wäre einer der größten Funde der letzten Jahre.

          Ende September wollen sich Minister verschiedener Ölstaaten treffen mit dem erklärten Ziel, den Ölpreis auf 60 Dollar je Fass (159 Liter) zu bringen. Russland Wirtschaft leidet schwer unter den niedrigen Preisen. Deshalb hat das Land mit dem anderen großen Produzenten Saudi-Arabien beschlossen, den Preis zu stabilisieren. Doch der Iran erklärte seine Absicht, die Produktion auszuweiten.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Mittelfristig noch schwer wiegender könnte die Ankündigung des amerikanischen Konzerns Apache Corp sein, in West-Texas in einem Gebiet, das als ausgekundschaftet galt, eine riesige Ölquelle gefunden zu haben: Drei Milliarden Fass Öl und 1300 BTU Erdgas soll das Vorkommen  vorweisen. Es ist einer der größten Funde der letzten Dekade. Apache hat sich seit zwei Jahren in der Region engagiert, die große Ölkonzerne längst verlassen haben. Ein Großteil der Ländereien wurde heimlich erworben oder durch Pachtverträge gesichert.

          Alpine High nennt Apache das Projekt. Dier Konkurrenten, die hier explorierend unterwegs waren, haben sich längst zurückgezogen: Sie dachten, die geologische Formation berge zuviel Lehm, was eine Förderung erschwert hätte. Nach zwei Jahren eigener Untersuchungen vermelden die Apache-Ingenieure, das Vorkommen sei gut erschließbar. Noch fehlen Pipelines, um die Fördermengen abzutransportieren. Alpine High ist Teil des Permian-Beckens, das wieder in den Fokus des kommerziellen Interesse geraten ist, weil neue Fördermethoden die Erschließung der bekannten Vorkommen dort möglich machen. Selbst bei einem Preis von 50 Dollar je Fass lohnt die Förderung. Das hat Spekulanten nicht ruhen lassen: Private Equity-Gesellschaften sichern sich Ländereien in der Gegend zu immer höheren Preisen.

          Apache könnte nach eigenen Angaben an 700 Stellen kommerziell erfolgreich bohren bei 50 Dollar je Faß. Bei 60 Dollar kommen nach Angaben von Apache zwischen 2450 und 3200 Stellen für Bohrungen in den grünen Bereich. Das zeigt das Dilemma der Opec im Versuch, die Ölpreise hoch zu halten. Jede Preiserhöhung lockt neue Mitspieler, die der Opec das Geschäft verderben. Die Zeiten, da die Opec den Preis bestimmte, scheinen vorbei.       

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