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Ehemaliger Microsoft-Chef : Steve Ballmer will Basketballteam für 2 Milliarden Dollar kaufen

  • -Aktualisiert am

Ehemaliger Microsoft-Chef Ballmer steigt ins Basketball-Geschäft ein Bild: REUTERS

Der Bieterkampf um die wegen rassistischer Äußerungen ihres Besitzers ins Gerede geratenen L.A. Clippers scheint beendet. Der Kaufpreis wäre ein neuer Rekord für eine Mannschaft der NBA.

          Als Steve Ballmer noch für Microsoft arbeitete, spielte er jeden Mittwochmorgen in einem Fitnessstudio Basketball mit ein paar Kollegen. Bald kann der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns möglicherweise mit Ballkünstlern eines anderen Kalibers um die Wette dribbeln. Ballmer hat nach amerikanischen Medienberichten den Bieterwettbewerb um das amerikanische Profibasketball-Team Los Angeles Clippers gewonnen. Ballmer bot 2 Milliarden Dollar. Das wäre ein neuer Rekord für einen Verein der Profiliga NBA. Erst im April hatten die beiden New Yorker Investoren Wes Edens und Marc Lasry mit dem Kauf der Milwaukee Bucks für 550 Millionen Dollar den aktuell geltenden Rekordpreis gezahlt.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Das Bietergefecht um die L.A. Clippers begann nach rassistischen Kommentaren ihres bisherigen Besitzers Donald Sterling. Sterling war auf Tonbandaufzeichnungen zu hören, wie er im Gespräch mit seiner Freundin diskriminierende Bemerkungen gegenüber Afroamerikanern machte. Sterling war danach von der NBA lebenslang gesperrt worden. Es ist allerdings nicht klar, ob Sterling dem Verkauf zustimmen wird, da er zuletzt widersprüchliche Aussagen dazu gemacht hatte. Die Verkaufsverhandlungen wurden von Sterlings Noch-Ehefrau Shelly geführt, der die Clippers gemeinsam mit ihrem Mann gehören. Die Liga hat bis zu einer Lösung der Besitzfrage zudem Dick Parsons, den ehemaligen Vorstandschef des Medienkonzerns Time Warner, mit der Führung des Vereins betraut.

          Neben Ballmer bot ein Konsortium um den Musikproduzenten David Geffen rund 1,5 Milliarden Dollar für die Clippers. Zu Geffens Investorengruppe gehörte der Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns Oracle, Larry Ellison, und die TV-Unternehmerin Oprah Winfrey, die erste afroamerikanische Milliardärin.
          Ballmer, dessen Privatvermögen auf 20 Milliarden Dollar geschätzt wird, hatte im vergangenen Jahr auch versucht, das NBA-Team Sacramento Kings für 650 Millionen Dollar zu kaufen und in seinen Wohnort Seattle umzusiedeln. Die Besitzer der anderen NBA-Teams, die einem Verkauf absegnen müssen, akzeptierten jedoch ein niedrigeres Angebot, das das Team in der Hauptstadt des Bundesstaates Kalifornien beließ. Ballmer hatte zuletzt signalisiert, mit den Clippers nicht aus Los Angeles wegziehen zu wollen.

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