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Dow Jones : Achterbahnwoche

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Die Berichtssaison in Amerika verläuft derzeit alles andere als begeisternd. Die Bank of America enttäuscht, Apple steht unter Druck.

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          Der Reigen der Quartalsberichte aus der Technologiebranche ging am Mittwoch nach Börsenschluss weiter: Der Online-Händler Ebay meldete für das erste Quartal einen Umsatzsprung um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar, der Nettogewinn legte um 19 Prozent auf 677 Millionen Dollar zu. Das ergab ein gemischtes Bild: Der Umsatz war minimal schwächer als erwartet, das Ergebnis je Aktie dagegen etwas besser. Der Aktienkurs von Ebay rutschte nachbörslich zunächst leicht ins Minus. Die Ebay-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 50 Prozent an Wert gewonnen und sich damit besser geschlagen als der Rivale Amazon.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die Woche an der Börse gleicht bislang einer Achterbahnfahrt. Nach dramatischen Kursverlusten am Montag und einer Erholung am Dienstag ging es am Mittwoch wieder deutlich nach unten. Der Dow-Jones-Index rutschte um 138 Punkte oder 0,9 Prozent auf 14619 Punkte ab, der S&P 500 fiel um 1,4 Prozent auf 1552 Punkte, und die Technologiebörse Nasdaq verlor 1,8 Prozent auf 3205 Punkte. Zu der schlechten Stimmung trugen enttäuschende Zahlen der Bank of America bei.

          Zu den Verlierern des Tages gehörte der Elektronikkonzern Apple, dessen Aktie zeitweise unter 400 Dollar rutschte und am Ende bei 402,80 Dollar knapp 6 Prozent im Minus schloss. Weniger als 400 Dollar kostete die Apple-Aktie zuletzt im Dezember 2011. Gedämpfte Erwartungen von Analysten an den in der nächsten Woche auf dem Programm stehenden Quartalsbericht sowie ein schwacher Ausblick eines Apple-Lieferanten belasteten den Kurs.

          Seit dem Rekordhoch im vergangenen September von mehr als 700 Dollar hat die Apple-Aktie nun mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Nach den Einbußen vom Mittwoch musste Apple nun wieder seinen Rang als teuerstes Unternehmen der Welt gemessen an der Marktkapitalisierung an den Ölkonzern Exxon Mobil abtreten.

          Keine großen Bewegungen an den Finanzmärkten löste das im späten Börsenhandel veröffentlichte Beige Book der Notenbank Federal Reserve aus. In dem Bericht über die wirtschaftliche Lage in den einzelnen Fed-Distrikten ist von „moderatem Wachstum“ in den vergangenen Wochen die Rede. Das ist im Ton etwas besser als im letzten Bericht, als das Wachstum „bescheiden bis moderat“ genannt wurde.

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